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Samstag, 18.05.2019
Beim Aufstehen noch immer ein riesen Chaos. Egal, erst mal frühstücken und meinem Vater zu seinem 84sten Geburtstag gratulieren. Nun sind wir ready um jedes Teil wieder an seinen Platz zu räumen. Das dauert bis in den Nachmittag. Zwischendurch plaudern wir mit anderen Reisenden, die ihre Fahrzeuge auch gestern in Empfang nehmen konnten und hier gestrandet sind. Nachmittags duschen wir zur Entspannung und zum Aufwärmen. Es geht ein starker Wind und das Thermometer zeigt 11°C. Während eine Maschine mit Wäsche läuft gehen wir eine Runde um den Campingplatz. Im Wald treffen wir auf kleine hübsche Bewohner wie Meischen, Specht und ein paar Streifenhörnchen, Shell ist begeistert! Zurück auf dem Camping schreibe ich Tagebuch und Hermi kocht. Abends sehen wir fern.

Freitag, 17.05.2019      HEUTE D-HAI ABHOLEN :-)
Bis auf ein paar Chaoten, die es auch Nachts nicht lassen können laut zu reden, haben wir gut geschlafen. Das Wetter sieht nicht so schlecht aus. Wir frühstücken gemütlich und machen dann unser Büro klar. Gegen Mittag checken wir im Hotel aus und fahren zuerst in einen Supermarkt um noch die frischen Lebensmittel einzukaufen. Wir haben kurz Zeit und fahren zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir das Schiff die Atlantic Sky fotografieren. Endlich ist es 13.00h und wir können zur Zollbehörde fahren um den Papierkram zu erledigen. Wie erwartet sind wir nicht die einzigen die heute hier anstehen. Es kommen gleich nette Gespräche in Gang. Insgesamt sind 39 Wohnmobile aus Europa mit dem Schiff gekommen! Weil es schon Freitagmittag ist geben die Beamten gas. Nach den obligaten Fragen nach Lebensmitteln, Alkohol und Waffen bekommen wir den ersehnten Stempel auf unsere Hafenpapiere und fahren damit zum Hafen. Hier heisst es wieder anstehen. Wir stehen und stehen…. Keiner weiss was los ist. Der eine Beamte ist verschwunden und 5 der Papiere liegen auf seinem Schreibtisch, seine Kollegin verschwindet auch. Ein netter Hafenarbeiter klärt uns auf, Kaffeepause. Endlich geht es weiter und dann ganz schnell. Hermi leistet eine Unterschrift und jetzt dürfen wir zum D-Hai. Da steht es zwischen den anderen Fahrzeugen und lacht uns förmlich an. Ein Check, alles in Ordnung! Nun dürfen wir es mitnehmen. Vor dem Hafen wartet Shell im Mietauto. Wir beginnen unsere Einkäufe und das Gepäck umzuladen. Gleichzeitig suchen wir die Kopien unserer Autonummer. Das dauert…. eine geschlagene Stunde, dann hat Hermi die Dinger in einer Kiste gefunden. Sehr gut aufgeräumt! Quer durch Halifax Downtown geht es mit den beiden Autos. Bei der Vermietung tanken wir beide Fahrzeuge auf und geben dann den Mietwagen ab. Prima Service von Thirfty. Nächste Station, Gas tanken, in Ermangelung des richtigen Adapters misslingt uns das aber wir können eine Gasflasche kaufen. Müde doch zufrieden fahren wir zu einem Campingplatz in der Nähe. Zur Feier des Tages gehen wir essen. In einer Kneipe bekommen wir ein butterzartes Filetsteak serviert und stossen auf die erfolgreiche Überschiffung an. Zurück im Wohni kuscheln wir uns in eine warme Decke und entspannen uns, bevor wir in unseren geliebten Betten bei Regenrauschen tief schlafen.

Donnerstag, 16.05.2019
Um kurz nach 10.00h sprechen wir beim Spediteur vor. Die beiden Damen sind wieder super nett. Kim hat schon die Papiere fertig gemacht, sodass wir morgen nicht nochmal hier herauf fahren müssen. Das Schiff sollte heute Nacht ankommen. Der Zoll ist vorbereitet und will helfen, die über 30 Wohnmobile noch vor dem langen Wochenende abzufertigen. Wir halten die Daumen. Auch unser Paket aus Europa, mit den Sicherheitsschienen für die Fenster, ist auf dem Weg nach Halifax und die Damen werden sich bei der Ankunft um alles kümmern. Wir holen es dann hier ab. Bei CAA dem kanadischen Automobilclub decken wir uns mit Gratiskarten und Broschüren ein. Den Rest des Tages verbringen wir damit, das noch benötigte Zubehör für die Toilette zu suchen. Zum Schluss kaufen wir uns Hamsterstreu welches seinen Zweck auch erfüllen wird.  :-)
Bevor wir zum Hotel zurückkehren, fahren wir zur Mündung des grossen Naturhafens und schauen ob wir die Atlantic Sky am Horizont entdecken könne, leider nicht. Im Hotelrestaurant essen wir einen feinen Burger bevor wir zu Shell gehen um Fernsehen zu kucken.

Mittwoch, 15.05.2019
Kein besseres Wetter in Sicht. Wir gehen shoppen, machen einen kurzen Spaziergang mit Shell und geniessen ansonsten unser Hotelzimmer.

Dienstag, 14.05.19
Wir haben sehr gut geschlafen. Das Wetter zeigt sich noch von seiner freundlichen Seite. Leider ändert sich das genau in dem Moment, als wir uns auf die Socken machen und die Zitadelle von Halifax besichtigen wollen. Der Wind treibt Graupelschauer über unser Auto. Es ist eiskalt und so gehen wir nur eine kurze Strecke über den Hügel und gleich wieder runter. Bei diesem Wetter schickt man ja keinen Hund vor die Türe! Wir nutzen die Zeit und gehen einkaufen. Alle Sachen die haltbar sind packen wir in unseren Einkaufswagen, es dauert ewig bis wir uns für die einzelnen Produkte entscheiden, weil wir uns noch nicht auskennen. Nach 2 Stunden haben wir alles Nötige gefunden und packen die vielen Plastiktüten ins Auto. Kanada hat wohl noch nicht so viel von Plastikmüll gehört. Da wir zur Zeit keine Alternative haben, werden wir die Tüten im Wohni als Abfallsäcke benutzen. Zurück im Hotel skypen wir mit unseren Freunden in Deutschland. Nun sitze ich am Computer und schreibe Tagebuch. Später gehen wir wieder im Restaurant essen. Die anderen Lokale im Umkreis sparen wir uns auf wenn das Wetter wieder besser ist, es giesst nämlich gerade in Strömen und durch den Wind werden die Schauer auch noch quer durch die Luft getrieben.

Montag, 13.05.19
Es sind heute nur rund 90 km bis Halifax zu fahren. Wir lassen uns deshalb Zeit bevor wir aufbrechen. Nach 65 km auf dem Highway erreichen wir den internationalen Flughafen. Wir fahren zur Autovermietung um uns zu erkundigen, ob wir das Fahrzeug eventuell länger behalten können. Ein sehr netter Mitarbeiter bedient uns. Er verlängert unseren Vertrag bis zum 21. Mai mit der Option, das Auto schon am Freitag abgeben zu können. Zudem können wir es jetzt in der Innenstadt statt am Flughafen abgeben. Super Service von Thirfty. Weiter geht unsere Fahrt, jetzt nach Dartmouth. Hier ist der Spediteur angesiedelt, der unsere Papiere für die Abholung des Wohnmobils fertig machen wird. Eine nette Dame begrüsst uns und macht uns Mut. Sie meint, Freitag sollte es eigentlich mit der Abholung klappen. Wir sollen uns am Donnerstag nochmal bei ihr melden. Der nächste Punkt ist der Hafen, wir schauen uns an, wo wir unser D-Hai abholen können und wo der Zoll ist, bei dem wir vor der Abholung vorbei gehen müssen. Zum Schluss fahren wir noch zum Hotel, wo wir das Mietauto abgeben können. Nun kennen wir alle Punkte und kommen am Freitag hoffentlich gut durch. Wir machen bei schönstem Wetter einen Spaziergang entlang der Waterfront. Leider bläst der Wind und kühlt uns schnell aus. Es ist inzwischen nach 15.00h sodass wir im Hotel einchecken können. Es liegt etwas ausserhalb an einem See. Wir bekommen ein hübsches, grosses Zimmer mit Aussicht auf den Chocolate Lake. Abends gehen wir im hauseignen Restaurant essen und geniessen den Abend.

Sonntag, 12.05.2019
Die Sonne scheint zwischen den Wolken hindurch aber sie wärmt kaum. Wir fahren weiter bis nach Truro. Kurz nach Sackville erreichen wir den Bundesstaat Novia Scotia. Kurz darauf fahren wir vom Highway ab und kurven über Land bis zur Fundy Bay und dann am westlichen Ufer weiter bis zum Ziel. Der Umweg hat sich allerdings nur bedingt gelohnt. Es gibt nur wenige schöne Blicke, sonst rollen wir auf eher schlechter Strasse vor allem durch Wälder. Kurz vor Truro fängt es wieder an zu nieseln. Eigentlich wollten wir ja hier unseren Hundespaziergang machen aber bei diesem Wetter will auch Shell nicht raus. Wir sehen uns kurz in einem Supermarkt um, bevor wir im Comfort Inn Motel einchecken. Nun hat das Wetter doch ein Einsehen und wir können Shell ausführen. Das Motel ist ausserhalb im Industriegebiet und rundum sind fast nur Fast-Food Restaurants angesiedelt, mit Ausnahme des Swiss Chalet. Eine Rotisserie die aber ausser dem Namen keine Verbindung zur Schweiz hat. Bei den Gerichten die angeboten werden ist nicht wirklich etwas Schweizerisches dabei. Es hat uns trotzdem gefallen, wir hatten eine sehr nette Bedienung und um uns haben viele Kanadier ein Muttertags Abendessen genossen. Es folgt ein gemütlicher Fernsehabend im Bett.

Samstag, 11.05.2019
Das Wetter ist besser. Nachdem wir geduscht haben packen wir und fahren weiter. In dieser Gegend sieht man noch die schlimmen Verwüstungen die das Hochwasser verursacht hat. Einige der Häuser standen wohl im Wasser. Die Bewohner sind dabei aufzuräumen und stellen säckeweise den nassen Müll an den Strassenrand. Unterwegs machen wir halt und versorgen uns mit einem Kaffee und einem Gebäck. Kurz vor Mittag kommen wir in Moncton an. Hier ist richtig was los. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben schlendern wir ein wenig durch die Strassen. In einer Halle findet ein Markt statt. Es gibt über fertig gekochte Speisen, zu Gemüse, Brot und Kleinkram einfach fast alles zu kaufen. Viele Menschen nehmen das Angebot gerne an und flanieren durch die Gänge. Leider hält das Wetter nicht was es morgens versprochen hat. Es fängt leicht an zu nieseln. Da es noch sehr früh ist und wir erst um 15.00h im Motel einchecken können, entscheiden wir uns an die Bay of Fundy zum Hopewell Cape zu fahren. Das Infocenter hat zu unserem Glück noch nicht offen, sodass wir uns den Eintritt sparen können. Die Wege sind gut präpariert und führen zu 3 verschiedenen schönen Plattformen mit Blick auf die Steilküste und die riesige Bucht. Hier kann man sehr gut den Wechsel zwischen Ebbe und Flut beobachten und bei Ebbe am Strand zwischen roten Sandsteinformationen laufen. Das Panorama ist toll und ergibt ein paar nette Fotos. Den Rückweg von 35 km haben wir schnell hinter uns gebracht. Bevor wir im Hotel einchecken gehen wir im nahe gelegenen Mc Donalds einen Hamburger essen. Zufrieden und gesättigt sitzen wir nun in einem hübschen Motelzimmer. Ich schreibe Tagebuch und Hermi surft im Internet. Der Tag ist gelaufen.

Freitag, 10.05.2019
Regentropfen die an mein Fenster klopfen….. Schade, der Wetterbericht hatte Recht. Dafür bekommen wir ein feines Frühstück serviert. Hermi tut sich an einer Omelette mit Bratkartoffeln und Toast gütlich und ich geniesse feine Blueberry-Pancakes. Wir fahren nach Fredericton, leider ist das Wetter so mies, dass einem die Lust auf jegliche Aktivitäten im Freien vergeht. In der Stadt angekommen fahren wir einige der Strassen der Innenstadt ab. Toll ist es hier nicht. Wir überqueren den Saint John River und suchen ein Restaurant. Im Pizza Delight essen wir… Pizza, bevor wir im Hotel einchecken. Leider haben wir heute eher eine Bruchbude erwischt, dafür ist das Zimmer aber billig. Nachdem wir die Heizung eingeschaltet haben wird es langsam warm. Wir verbringen den Nachmittag und Abend im Bett.

Donnerstag, 09.05.2019
Die Sonne lacht vom Himmel bei kühlen 5°C. Wir verlassen heute den Sankt Lorenzstrom und fahren nach Grand Falls. Die Strecke geht nun durchs Inland. Wir kommen am schönen Lake Temiscouata vorbei. Der breite Highway 2 lässt bequemes und schnelles Fahren zu, bei sehr wenig Verkehr. Gemäss Reiseführer gibt es in den Wäldern viele Elche, gesehen haben wir aber nur die Warnschilder. Gut, wir sind ja auch nicht querfeldein gefahren. Bei Edmunston überqueren wir die Grenze nach New Brunswick. Ab sofort ticken die Uhren wieder anders, wir haben nur noch 5 Stunden Zeitverschiebung zur Schweiz. Für den Rest der Strecke wechseln wir zum Highway 144, um ein wenig mehr von der Landschaft und dem Fluss Saint John River mit zu bekommen. Wir stellen aber fest, ein grosser Unterschied ist es nicht. Man kommt durch einige wenige Städtchen, die man auf dem 2er nicht gesehen hätte. Vom Fluss ist nicht sehr viel mehr zu sehen. Gut zu wissen, auf der gegenüberliegenden Seite des Gewässers liegt die USA. Also nicht mal schnell rüber schwimmen, bei den Temperaturen und dem Zug den das Wasser zur Zeit hat, ist das eh nicht zu empfehlen. In Grand Falls angekommen sieht man schon von weitem den Wasserfall der der Stadt den Namen gegeben hat. Wir fahren beim Infozentrum auf den Parkplatz und betrachten uns die Wassermassen die da vor uns brodeln. Unser Reiseführer, und auch die Schilder rundum berichten: 9/10 der Wassermenge die die Niagarafälle passieren fallen hier über die Felsen. Über dem Wasserfall liegt das Hill Top Motel in dem wir uns ein Zimmer nehmen. Wir setzten uns ein wenig an die Sonne bevor wir zu einem Spaziergang dem Fluss entlang aufbrechen. Nach dem Wasserfall müssen die Wassermassen durch eine felsige Schlucht. Man hat hier einen schönen Fussweg angelegt, der zu Aussichtsplattformen führt, von denen man immer wieder andere Blicke auf die brodelnden Massen hat. Abends gehen wir im Motel essen und früh schlafen. Müssen ja die Stunde Zeitunterschied wieder irgendwie verarbeiten.

Mittwoch, 08.05.2019
Unsere Reise geht immer weiter am Sankt Lorentzstrom entlang. Wir haben auf die Südseite gewechselt und suchen als erstes eine Aussichtsterrasse auf, von der wir einen tollen Panoramablick auf die Stadt Quebec haben. Wir fahren heute bis Riviere du Loup. Die Strecke führt durch hübsche kleine Orte, an Farmen vorbei und es wird einsamer. Immer wieder gibt es Picknickplätze mit schöner Aussicht aufs Wasser. An einigen Stellen haben sich abertausende von Schneegänsen versammelt, auch Kanadagänse sind zu sehen. Nachmittags erreichen wir unser Ziel. Zuerst sehen wir uns am Fluss den Wasserfall an. Wir sind aber etwas enttäuscht, er hat zwar viel Wasser aber der Fluss wurde hier durch ein Elektrizitätswerk in die Schranken gewiesen und so wirkt alles künstlich und nicht natürlich. Schade. Wir erkunden noch die Gegend beim Fähranleger. Von hier kann man auf die andere Seite des Stroms übersetzen. Für die berühmten Seehunde und Wale, von denen es hier viele geben soll, ist noch nichts zu sehen. Es ist noch nicht Saison. Nach ein wenig rumkurven entscheiden wir uns für ein Motel. Es liegt recht nett, unser Zimmer hat sogar Blick aufs Wasser. Für den Abend hat uns der Besitzer einen guten Tipp für ein Restaurant gegeben. Vorher machen wir aber noch einen Spaziergang. Das Abendessen mit einem Stück Fleisch war exzellent und zum Schluss wurde uns der Wein geschenkt, äh wurde vergessen zu verrechnen, grins.

Dienstag, 07.05.2019
Morgens, nach dem Frühstück, schreibe ich noch Tagebuch. Anschliessend brechen wir auf zur Stadtbesichtigung. Das Wetter ist besser als vorhergesagt und es ist auch nicht kalt. Gemütlich schlendern wir durch die hübschen Gassen der Unterstadt und steigen dann hinauf in die Oberstadt mit ihren grosszügigen Boulevards und schönen alten Häusern. Das berühmte Hotel Chateau Frontenac erinnert uns irgendwie ans Hotel Palace in St. Moritz. Auf der grossen Terrasse davor hat man einen herrlichen Blick auf den Sankt Lorzenstrom und das Umland. Wir flanieren hoch bis zur Zitadelle und drüben wieder runter zum Eingangstor der Altstadt. Man kann gut erkennen warum die Franzosen hier einen Militärposten errichtet haben. Die Übersicht über das Land ist von diesem erhöhten Punkt aus grandios und war leicht zu verteidigen, da auf drei Seiten ein Abhang das Erklimmen erschwert. Nach dem Sightseeing suchen wir hungrig ein Lokal, das auch Shell betreten darf. Wir werden fündig und machen es uns auf einer Terrasse an der Sonne gemütlich. Wir bekommen Gartensalat und Crepes mit feinen frischen Zutaten aufgetischt. Anschliessend schlendern wir weiter an vielen Galerien und Kunsthandwerkläden vorbei, bevor wir den Rückweg in Angriff nehmen. Im Hotel angekommen essen wir die Reste von gestern und verbringen den Abend lesend.

Montag, 06.05.2019
Nach dem Frühstück holen wir das Auto aus der Tiefgarage und packen unsere Siebensachen. Immer weiter geht die Fahrt dem Sankt Lorentzstrom entlang, heute bis Quebec. Zuerst fahren wir aber noch am Olympiastadion der Sommerspiele von 1976 vorbei. Es gleicht einer Muschel, durch einen Hebemechanismus kann das Dach aufgeklappt werden. Auf dem grossen Highway blinkt es hinter uns plötzlich und ein Polizeiauto bedeutet uns anzuhalten. Was ist los? Waren wir zu schnell? Ein Officer erklärt uns, wir haben zweimal ein Stoppschild nicht beachtet, ups. Genau, jetzt sehen wir die Schilder auch auf denen „Arret“ steht. Wir entschuldigen uns…. „wo kommen Sie her? de la Suisse“ er lächelt und lässt uns ziehen. Glück gehabt! Die Vororte verlassen wir auf dem Highway 40, bevor wir diesen verlassen und gemütlich dem Fluss entlang durch die Dörfer rollen. Irgendwann geht es uns aber zu langsam und wir wechseln wieder auf den schnelleren Highway. Nun kommen wir durch einen Landstrich bei dem man wirklich sagen muss, Land unter. Nur der Highway ist trocken, gleich daneben steht alles unter Wasser. Man sieht viele Häuser die auch jetzt noch geflutet sind. Die armen Menschen! Am Strassenrand liegen viele kleinere Tiere wie Waschbären oder Stinktiere. Sie sind dem Wasser entflohen nur um unter die Räder der Autos zu geraten. Je weiter wir ostwärts kommen, je mehr sieht man Schneereste in geschützten Lagen oder Schneehaufen die auf Parkplätzen vor sich hin tauen. Heute zeigt das Thermometer 23°C an und die Sonne scheint. Da geht es dem Restschnee ordentlich an den Kragen. Unterwegs sehen wir wieder hübsche Häuser, Villen und Kirchen, letztere haben hier ein silbern gefärbtes Dach, was sehr hübsch aussieht. In Quebec angekommen fahren wir einmal um die Altstadt um uns für Morgen zu orientieren. Anschliessend suchen wir unser Hotel. Wir bekommen wieder ein Zimmer im Erdgeschoss und können das Auto direkt davor parken. Auf einem Spaziergang erkunden wir das Quartier. Wir gehen ein Bier trinken und in einem netten Restaurant essen wir eine Pizza. Zurück im Hotel lassen wir den Tag Revue passieren und gehen schlafen.

Sonntag, 05.05.2019
Haben gut geschlafen, langsam bessert sich unsere Erkältung. Ein Blick aus dem Zimmer zeigt einen wolkenlosen Himmel. Gemäss Wettervorhersage soll es heute bis zu 21°C geben. Wir gehen gleich nach dem Duschen zum Frühstück um den Trubel zu umgehen. Es ist etwas speziell hier im Hotel. Das Frühstück, mit warmen Würstchen und gummigen Omeletten wird komplett auf Wegwerfgeschirr mit Plastikbesteck serviert. Fragen uns, wo hier die Nachhaltigkeit bleibt. Zurück im Zimmer schreibe ich Tagebuch und füttere die Homepage. Wir kümmern uns auch noch um die Buchung eines Hotels in Quebec für morgen. Anschliessend sehen wir uns den Rest der Stadt an. Erstmal erklimmen wir den Üetliberg von Montreal (für nicht Schweizer, der Üetliberg ist der Hausberg von Zürich). Es geht viele Treppen hinauf durch einen lichten Laubwald, der aber noch winterlich kahl ist. Nur einige vorwitzige Blumen strecken ihre Köpfe durch das letztjährige trockene Laub. Auf einer Terrasse oben hat man die Skyline von Montreal und seine Umgebung vor sich. Viele Leute haben gemeinsam mit uns den Berg erklommen, einige schnaufend wie ich, andere leichtfüssig joggend. Alle geniessen nun diesen Ausblick bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Eine Jazzband hat sich auch platziert und unterhält das Volk mit Melodien, die Jungs und Mädels sind dazu noch gestylt wie anno dazumal. Auf dem Weg zurück nach Downtown kommen wir an einem Park vorbei, wo Hunde frei spielen. Das wollen wir Shell nicht vorenthalten. Nachdem wir die Gittertüre hinter uns geschlossen haben, lassen wir unser Mädchen von der Leine. Sofort kommen die ersten Kameraden und wollen sie begrüssen. Shell dreht ab und kommt wieder zu uns. Sie will nicht spielen. Wir wissen nicht ob sie nach dem Beissangriff in Spanien lieber Abstand hält oder ob es ihr einfach sonst zu doof ist. Auf jeden Fall verlassen wir die munteren Gefährten nach einer Viertelstunde wieder und suchen uns nun ein Restaurant, in dem wir essen können und wo auch Shell willkommen ist. Nach ein paar Schritten durch hübsche alte Häuserzeilen mit Gärten treffen wir auf eine Strasse mit vielen Restaurants. Auf der Sonnenseite sind alle Plätze draussen schon besetzt, auf der Schattenseite findet sich ein Restaurant, das uns in einer Ecke der Terrasse einen Platz zuweist. Wir essen Pizza und Pasta und trinken ein feines Bier und danach ein Glas Chianti dazu. Der Kellner kommt und bringt die Rechnung. Ich muss ein wenig üben um mit der Kreditkarte und dem Gerät zurecht zu kommen. Wir plaudern kurz mit dem Kellner und erzählen, dass wir erst kurz in Kanada sind. Er sieht sich die Quittung an, sagt uns: „In Kanada sind 15% Trinkgeld üblich“ und geht weg. So ein Schnösel, ich habe immerhin 5 $ CAD mehr bezahlt, wir sind der Meinung, auch wenn die Kellnerlöhne tief sind können wir selbst entscheiden was wir bezahlen. Wir lassen uns die Laune nicht verderben und gehen zum Fluss hinunter. Hier flanieren wir gemeinsam mit den anderen Sonntagsspaziergängern in der Sonne. Am späteren Nachmittag genehmigen wir uns noch ein Bier im selben Pub wie gestern. Hier haben wir einen guten Blick auf die Menschen rundum. Auf der anderen Seite der Strasse ist eine Nobel-Kneipe und davor reger Verkehr von teuren Autos. Ganz interessant die High Society von Montreal beobachten zu können. Anschliessend gehen wir zurück ins nahe Hotel. Das Abendessen fällt aus, wir legen uns mit Shell ins Bett und lesen noch bevor uns der Schlaf übermannt.

Samstag, 04.05.2019
Lange und gut geschlafen, ein Blick aus dem Fenster zeigt, das Wetter hat sich gebessert. Beschwingt stehen wir auf und gehen Frühstücken. Shell macht es sich in der Zwischenzeit im Bett bequem. Das kleine Mistviech wollte nicht in ihrer Kiste bleiben und das ist nun der Dank. Wir schimpfen mit ihr, was sie aber sichtlich nicht beeindruckt. Da werden wir eben andere Saiten aufziehen müssen und sie bei unserer Abwesenheit wieder in ihre Kiste einsperren. Bevor wir losfahren machen wir noch einen kleinen Spaziergang zu einem regionalen Markt und sehen uns die Angebote an. Es gibt Lebensmittel, besonders oft wird der berühmte Marple-Sirup angeboten, Blumen und allerlei Krimskrams. Schnell sind wir durch. Nachdem wir ausgecheckt haben fahren wir auf dem Highway 2 entlang dem Sankt Lorenzstrom 300 km nach Montreal. Die Fahrt bietet immer wieder schöne Blicke auf den Tousand Island NP und später ans andere Ufer, dort beginnt die USA. Das Wetter ist leider noch immer grau klart aber auf, als wir den Staat Quebec erreichen. Ab sofort begrüssen uns Strassenschilder in Französisch. Wir kommen durch kleine Orte mit teilweise hübschen alten Häusern. Ab und an kann man nun erahnen wie stark die Niederschläge in den letzten Wochen gewesen sein müssen, viele Felder und Wiesen haben grosse Pfützen, dramatisch scheint es hier aber nicht gewesen zu sein. Allerdings haben wohl einige Besitzer, die Häuser auf Inseln im Fluss besitzen, nasse Füsse bekommen. Wir nähern uns Montreal, es wird geschäftiger und es gibt wieder mehr Verkehr. In der Stadt angekommen müssen wir einen grösseren Umweg fahren, da am Hauptverkehrsweg gebaut wird. Wir sind froh ist es Samstagnachmittag und nicht ein Wochentag, wir stehen schon jetzt im Stau. Unterwegs habe ich übers Internet ein Hotel gefunden und gebucht. Es liegt an einem grossen Highway ganz zentral im Altstadtviertel. Leider erhöht sich der gebuchte Preis noch einmal. Shell kostet zusätzlich eine Gebühr und das Auto muss für 12 CAD pro 24 Stunden in ein Parkhaus in der Nähe. Wir laden unser Gepäck im Zimmer ab und begeben uns auf einen Rundgang. Wir finden Chinatown, das nur aus zwei Strassen und einer Fussgängerzone besteht. Es scheint aber sehr beliebt bei den Städtern zu sein. An den Ständen stehen teilweise lange Schlangen. Am Fluss liegt der Old Port mit einer Vergnügungsmeile, Klettergarten, einem Riesenrad und dem Zelt des Cirque du Soleil. In den Gassen finden wir einige hübsche alte Häuser neben Wolkenkratzern. In einem Pub dürfen wir draussen ein Bier trinken, Shell darf aber nicht in den Bereich der Terrasse. Gut haben sie Tische die auf die Strassen schauen, so steht Shell draussen und wir sitzen „drin“, lächerlich! Zurück im Hotel füttern wir Shell und sperren sie dann in ihre Kiste. Als wir auf dem Hotelgang zum Lift laufen hören wir Gebell. Zurück im Zimmer schimpfen wir mit ihr und probieren es dann nochmal. Keine Chance, sofort geht der Protest wieder los. Wir öffnen ihr Türchen und lassen sie ins Zimmer. Siehe da, Ruhe herrscht aber wir wissen jetzt wo sie nachher liegt, grins. Bei 25 CAD Gebühr haben wir dabei aber kein schlechtes Gewissen. Wir streifen durch die Strassen und finden schlussendlich ein mexikanisches Lokal in dem wir unseren Hunger stillen. Wir trinken dazu eine feine Pina-Colada. Gegen 20.00h sind wir zurück im Hotel, schmeissen den Hund aus dem Bett und legen uns selber hinein. Heute ist Luxus angesagt, wir haben zwei Queensize Betten.

Freitag, 03.05.2019
Nach 10 Stunden etwas unruhigem Schlaf wachen wir auf und fühlen uns etwas besser. Draussen ist es noch immer grau und kalt. Gemäss unserer App hat sich heute Nacht unser D-Hai auf der Atlantic Sky in Bewegung gesetzt und fährt nun nach Antwerpen. Grosses Aufatmen. Wir räumen unsere Sachen zusammen und laden alles ins Auto. Im Subway nebenan bekommen wir ein typisches Frühstück. Hermi entscheidet sich für Eier mit Toast und bekommt dazu noch eine Ladung Bratkartoffeln, ich mache mich über meine Panncakes her. Für den Kaffee muss man einmal bezahlen und bekommt dann nachgeschenkt, so viel man will. Gut gesättigt fahren wir auf dem Highway no. 2 immer dem Lake Ontario entlang gegen Osten. Nach und nach ändert sich das Bild. Die Vorstädte verschwinden und wir fahren durch unbebautes Land. Am Strassenrand stehen verstreut alte Baracken, Holzhäuser und zeitweise tolle Villen. Jetzt gefällt es auch uns. Kurz nach Brighton wechseln wir die Strasse und fahren nun auf dem Loyalist Parkway auf die Prince Edward Peninsula. Hier ist es touristisch, wenn auch im Moment noch nichts los ist. Es geht vorbei an Obstplantagen und Weingütern. Im Moment ist die Natur aber noch im Winterschlaf, nur das Gras wächst langsam grün nach und Osterglocken und Forsythien bringen Farbe ins grau. Die Strasse führt durch das hübsche Picton mit einem schönen Hafen, hier ist im Sommer sicher richtig was los. Wenige Kilometer weiter überqueren wir den See auf einer kostenlosen Fähre. Drüben geht der Highway 33 weiter bis Kingston. Am Hafen ist eine Touristeninformationen in der wir uns Tipps für ein Hotel holen. Wir werden gleich nebenan im Confederation Place Hotel fündig. Unser Zimmer liegt im dritten Stock mit Blick auf den See und den Hafen. Prima! Es hat aufgehört zu regnen, sodass wir nun mit Shell ihren wohlverdienten Spaziergang unternehmen. In einem hübschen Pub machen wir Halt und trinken ein Bier. Hier lernen wir vom Barkeeper, dass Hunde eigentlich nicht in Pubs erlaubt sind. Er hat Shell beim Hereinkommen nicht gesehen. Damit wir trotzdem in Ruhe unser Bier trinken können, erklärt er Shell kurzerhand zum Servicedog. Prompt werden wir von anderen Gästen auf den Hund angesprochen und nicken brav bei der Frage nach dem Servicedog. Grins. Die Strassen und hübschen Häuser der Stadt Kingston hat man schnell gesehen. Unten am Hafen steht ein Gebäude, das doch eine Erwähnung verdient hat. Es war mal das Capitol von Kanada. Kaum war es fertig, wurde allerdings die Hauptstadt nach Montreal verlegt und die Kingstoner hatten das Nachsehen. Geblieben ist ein imposantes Gebäude. Schnell ist es Abend geworden, wir bringen Shell zurück aufs Zimmer und gehen dann nebenan in ein indisches Lokal mit sehr leckerem Essen. Kurz nach 20.00 h sind wir zurück bei Shell und ich gehe schlafen, um mich von meinem Jetlag und der Erkältung zu erholen.

Drittes Bild: Ob das ein zweites Genua wird?


Donnerstag, 02.05.2019
Nach einer unruhigen Nacht, teilweise wegen der Erkältung, teilweise wegen des schlecht isolierten Zimmers stehen wir um 5.30h auf. Eine gute Zeit wenn man bedenkt, dass wir nun 6 Stunden hinter der Schweiz herhinken und es also in der March schon 11.30h ist. Wir packen unsere Koffer um damit wir die nächsten Tage nicht immer das ganze Gepäck ins Hotel umladen müssen. Anschliessend fahren wir ins Zentrum von Toronto. Es hat aufgehört zu regnen aber es liegt dicker Nebel über dem Land. Es herrscht dichter Morgenverkehr und wir müssen das erste Mal lernen, wie ein grosser Highway funktioniert. Man kann nämlich unter Umständen nicht einfach abfahren, sondern muss Kilometer vorher schon auf den Nebenhighway wechseln. Nach einer guten Stunde schaffen wir es doch noch bis Downtown. Nächste Aufgabe, Parkplatz suchen und finden. Wir schauen uns um und wackeln mit den Ohren, die haben Preise, da kann sich sogar Zürich noch ein Vorbild nehmen. Wohl oder übel fahren wir ein Parkhaus an und gehen dann runter bis zum Lake Ontario. Es ist allerdings bitter kalt und es zieht. Da wir noch nichts getrunken und gegessen haben kehren wir als erstes in ein Restaurant ein. Als Alternative zu Frühstück und Mittagessen legen wir beides zusammen und gönnen uns einen heissen Kaffee und ein Sandwich. Anschliessend machen wir einen Spaziergang durchs Zentrum. Bei einer Tierhandlung kaufen wir Futter für Shell bevor wir unsere Sightseeing Runde weiterverfolgen. Leider hüllt der Nebel noch immer alles in eine dicke Decke. Die Hochhäuser verschwinden nach einigen Metern in der Suppe und der Wind trägt auch nicht gerade dazu bei, dass wir uns wohl fühlen. Wir gehen zurück zum Auto, blechen 20 C$ für 2 Stunden im Parkhaus und verlassen Toronto gegen Osten. Wir werden wiederkommen und diese Stadt dann hoffentlich im Sonnenlicht bestaunen können. Der Highway bringt uns bequem in die Vororte am See. Schön ist es hier nicht, die Gebäude sind Einheitsbrei. Wenn Kanada überall so aussehen würde wie hier, würden wir wohl gleich wieder kehrt machen und nach Europa zurück fliegen. Das einzige was uns gefällt sind die breiten Strassen. Wir fragen uns bei der Menge an Fastfoodketten ob die Kanadier nur von diesem Essen leben. In Whitby finden wir ein Zimmer bei derselben Motelkette wie gestern. Wir benötigen noch Wasser und ein paar andere Dinge. In einem Bottleshop schauen wir uns um welche Weine und Biere im Angebot sind. Bei den Preisen erschrecken wir allerdings, die sind ja sogar noch höher als in Norwegen. Gut, dann werden wir in Kanada nicht mehr so oft Alkohol trinken, tut uns auch gut. Zurück im Zimmer widme ich mich dem Tagebuch bevor wir in der Umgebung zum Abendessen in ein Roadhouse gehen. Wir essen stilecht einen feinen Burger mit Pommes und trinken ein Glas kanadisches Bier dazu. Wir sind hundemüde und haben noch mit der Erkältung zu kämpfen also gehen wir schleunigst ins Bett.

Mittwoch, 01.05.2019
Trotz unserer Erkältung haben wir gut geschlafen. Mit den Medikamenten ist es auch erträglich. Es war allerdings höllisch warm im Zimmer. Um 6.00h sind wir wach. Nach einer heissen Dusche, die unsere Lebensgeister weckt, gehen wir frühstücken. Das Hotel hat ein schönes Buffet aufgebaut und so schlemmen wir mal wieder richtig. Im Zimmer packen wir unsere Sachen für den Flug und machen einen Spaziergang mit Shell. Kurz nach 11.00h nehmen wir unsere Sachen und checken aus. Nachdem wir den Wagen vollgetankt haben fahren wir das kurze Stück zum Flughafen und geben das gute Stück wieder ab. Eine Sache von 2 Minuten. Nun müssen wir mit unseren sieben Sachen das Terminal wechseln. Wir verladen alles in einen Shuttlebus und steigen einige Minuten später am Terminal 1 aus. Zum Einchecken erwischen wir einen brummligen Südamerikaner. Es dauert ein wenig bis alle Formalitäten erledigt sind. Hermi geht mit Shell nochmal ins Grüne und ich warte auf den Sicherheitsdienst der die Flugkiste von Shell überprüfen muss. Alles ist soweit in Ordnung, schneller als gedacht kommt ein Herr mit einem Wagen der Shell mitnehmen will. Gut, so bleibt keine Zeit zu überlegen. Shell steigt wie gewohnt in die Kiste. Das Törchen wird geschlossen und mit Kabelbinder gesichert und schon ist sie unterwegs zum Flugzeug. Wir machen uns auch auf zum Gate. Unterwegs shoppen wir im Duty-free und gehen noch ein Bier trinken, dann heisst es auch für uns einsteigen. Die gebuchten Sitze haben wie versprochen viel Beinfreiheit aber breiter sind sie nicht. Beim Start meldet der Captain, dass wir ruhiges Wetter und guten Wind haben und deshalb schon nach etwas mehr als 7 Stunden landen werden. Die Zeit dehnt sich dann aber trotz netter Filme, bis wir endlich landen. Zu guter Letzt müssen wir 10 Minuten warten, weil ein anderes Flugzeug noch den Standplatz besetzt. Beim Aussteigen ist es kalt und es regnet, pfui, hier sieht es noch aus wie im Winter. Die Passformalitäten müssen wir an einem Automaten teilweise selber erledigen bevor ein Beamter unsere Angaben prüft und uns fragt, wie lange wir bleiben möchten. Wir erklären ihm unser Vorhaben und er grinst wohlwollend. Wir erhalten unseren Stempel und den Vermerk, dass wir einen Hund dabei haben und werden zur Gepäckausgabe geschickt. Kurze Zeit später wird Shell in ihrer Kiste zu uns gebracht. Sie wirkt ruhig, freut sich aber riesig als sie uns sieht. Sie muss noch etwas ausharren, erst müssen wir noch an der Zollkontrolle vorbei. Hier kümmert sich ein weiterer netter Beamter um uns. Er lässt uns schnell ziehen, noch nicht einmal die 30C$ Einfuhrgebühren für Shell müssen wir bezahlen, super nett! Draussen springt Shell aus ihrer Kiste und bekommt erst mal Wasser und Futter. Anschliessend begeben wir uns zum Mietwagen Vermieter. Der ist pingelig wie ein Schweizer, es ist erst 18.30h und wir haben den Wagen erst um 19.00h reserviert. Etwas genervt weil müde, gedulden wir uns bis er sich endlich bequemt die Papiere fertig zu machen. Beim Wagen angekommen schauen wir zufrieden, es ist ein VW-Golf. Alles Gepäck hat prima Platz. Beim Rundgang ums Auto entdecken wir zwei drei Kratzer die wir noch von einem Mitarbeiter eintragen lassen, dann kann es losgehen. Gleich zu Anfang fahren wir auf mein Geheiss hin falsch aber es sind nur wenige Kilometer Umweg, sodass wir bald bei unserem gebuchten Motel ankommen. Im Zimmer merken wir, dass wir am Flughafen keine kanadischen Dollar bezogen haben. Wir fahren nochmal los und suchen einen ATM. Rund um das Motel gibt es kein Restaurant und der Hunger hält sich auch in Grenzen, sodass wir uns mit Cola und einer Tüte Chips zufrieden geben. Um 21.00h Toronto-Zeit lege ich mich schlafen, Hermi und Shell werkeln noch ein wenig bis auch die beiden Schlaf finden.