Spannende Gebäude und Landschaften bei Cascais und Belem, verrückte Touristen und eine glückliche Shell. Nichts kratzt so schön den Rücken wie ein grüner Rasen.

Cabo de Pena

Sintra

Frühlingsblumen und mehr

Palast von Pena

Dienstag, 19.03.2019
6.30h aufstehen, das hatten wir schon lange nicht mehr. Wir essen schnell Frühstück und dann fahren wir zur Iveco-Werkstatt. Wir werden schon erwartet. George übernimmt unser D-Hai. Wir fahren mit dem VW auf der Autobahn nach Sintra. Als erstes wollen wir uns die Gärten und den Palast von Pena ansehen. Die letzten Kilometer gehen in steilen Haarnadelkurven den Berg hoch. Gut ist der Verkehr hier mit Einbahn geregelt, sonst wäre es eng. Wir finden einen guten Parkplatz und gehen vor zum Eingang. Leider dürfen Hunde nicht mit, nicht mal in die Gärten. Hermi bringt Shell zurück zum Auto und ich stelle mich in die Schlange für die Billetts. Wir wollen nur die Gärten anschauen. Als Hermi zurückkommt habe ich die Tickets. Wir steigen den Berg hoch bis zum Palast. Im Wald um den Palast blüht es schon überall. Wir sehen Magnolien- und Kamelienbäume, wunderschön. Der Boden ist bedeckt mit den lila Blüten des „kleinen Immergrün“. Ich entdecke noch andere schöne Gewächse wie die weisse Calla und einen Farn der gerade seine Blätter entrollt. Der Palast, wegen dem wir eigentlich gekommen sind, thront oben auf dem Hügel. Er ist schon von weitem zu sehen. Die bunten Gebäude, die in verschiedenen Stilrichtungen gebaut sind, sind imposant und laden zum Fotografieren geradezu ein. Wir dürfen sogar mit unserem Ticket bis auf die Terrassen. Nachdem wir uns sattgesehen haben geht’s wieder den Berg runter zum Auto. Es ist schon warm geworden im Fahrzeug, Shell hat sich in den Fussraum des Fahrersitzes verkrochen. Da loben wir uns unseren Iveco, der heizt sich zu dieser Jahreszeit nie so stark auf. Die nächsten Sehenswürdigkeiten die wir uns ansehen, sind der Palast von Sintra und die kleine Altstadt. Der Palast ist weiss und sticht richtiggehend vom tiefblauen Himmel ab. Rein gehen wir auch hier nicht. Wir machen einen kurzen Rundgang durch die Altstadt, die uns aber nicht wirklich überzeugt. In einem Café in der Sonne stärken wir uns, bevor wir weiter zum Cabo da Roca fahren. Das ist der westlichste Punkt vom Europäischen Festland. Weiter geht unsere Fahrt immer entlang der Küste über Cascais bis zum Turm von Belem. Hier spazieren zum Turm und zum Denkmal der Entdeckungen. Nach den obligaten Fotos steigen wir wieder in unseren Kleinwagen J und fahren immer entlang dem Fluss Tejo zurück nach Vila Franca de Xira. Ein wenig müssen wir im Verkehr ausharren, bevor wir um kurz nach 18.00h unser D-Hai wieder in Empfang nehmen können. George erklärt uns noch einige Details und dann fahren wir zurück zum Camping. Wir kochen noch ein Curry bevor es ins Bett geht.

Montag, 18.03.2019
Nach dem Frühstück gehen Hermann und Shell wieder joggen. Ich bereite unterdessen das Wohni zur Abfahrt vor. Kurz nach 10.00h sind wir auf der Strasse. Die Fahrt geht nach Lissabon und da zuerst ins Ozeanium. Es ist nicht viel Verkehr, sodass wir nach einer dreiviertel Stunde Fahrt problemlos ankommen. Travelys haben einen Parkplatz gefunden und nun stehen auch wir auf portugiesische Art in einem Personenwagenfeld, geht! Laut Yvonne hat die Polizei es auch für gut befunden. Prima, von hier aus sind es nur ein paar Schritte bis zum Eingang des Aquariums. Gut 2 Stunden betrachten wir die Tiere in ihren Lebensräumen. Das Aquarium besteht aus einem riesigen gläsernen Tank der in der Mitte des Gebäudes steht. Rundherum sind kleinere Aquarien verteilt. Im grossen Tank leben Haie, kleinere Gitarrenhaie, Schwarzspitzen Riffhaie, Ammenhaie, sogar ein grosser Tigerhai ist dabei. Es gibt Mantas, Adlerrochen, Makrelen, Thunfische, Zackenbarsche und auch einige Schwarmfische. Besonders ist der grosse Mondfisch, der zwischen all den anderen herumschwimmt. Wir finden es toll. Speziell sind auch die Becken mit Papageientauchern, Pinguinen und in einem Becken leben Seeotter, die gerade gefüttert werden, so herzig! Besonders schön ist, dass heute nicht so viele Besucher den Weg hierher gefunden haben. Zum Schluss sehen wir uns noch die Sonderschau an. Ein japanischer Unterwasserfotograf und Spezialist für Wälder, hat in einem Raum entlang den Wänden ein Süsswasser-Aquarium mit Pflanzen und kleinen Lebewesen bestückt. Es ist schon fast ein Kunstwerk. Es sieht teilweise aus wie ein Wald und teilweise hat man das Gefühl, man sieht auf einen See. Toll!
Anschliessend verabschieden wir uns von Travelys, fahren nach Vila Franca de Xira und buchen uns für die nächsten Tage auf dem Campingplatz ein. Nach einem Spaziergang mit Shell holen wir unser Mietauto ab. Der Herr der Vermietung ist sehr nett und wir unterhalten uns eine ganze Weile über Portugal und Europa. Nun sind wir zurück beim Wohni und kochen einen Linseneintopf. Es wird ein gemütlicher ruhiger Abend.

Sonntag, 17.03.2019
Wir beobachten einen wunderschönen Sonneaufgang weil wir schon um 6.30h wach geworden sind. Auf dem Meer ist was los, alle Hobbyfischer haben ihre Boote zu Wasser gelassen und brausen an die besten Fangstellen. Das war gestern zwar auch schon so, aber heute sind wir davon aufgewacht. Kein Problem, dafür haben wir nun ein paar schöne Fotos. Nach dem Frühstück gehen Hermi und Shell nochmal joggen und ich plane unsere Tour bis nach Hamburg. Wir merken, langsam wird es Zeit uns hier zu verabschieden. Wenn mit der Reparatur und dem Service bis nächsten Donnerstag alles klappt sind wir gut im Plan und können uns auf der Strecke auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten ansehen. Für Kanada plane ich auch die Tage und ungefähr die Strecke bis nach Halifax und für Shell schaue ich nach einer Transportbox für den Flieger. Leider ziehen gegen Mittag Wolken auf und es geht ein kühler Wind. Das Thermometer zeigt zwar 18°C an aber wir haben keine Lust uns raus zu setzen. Den Nachmittag verbringen wir deshalb drin. Nun ist Hermann dabei zu kochen und später wollen wir noch Fernsehen schauen.


Samstag, 16.03.2019
Ein schöner Tag ist angebrochen. Wir erledigen ein paar Pendenzen und Hermi geht mit Shell joggen. Anschliessend müssen wir nochmal einkaufen. Ist ein ziemlicher Blödsinn Samstag in den Supermarkt zu fahren aber wir haben Sachen vergessen und wollen heute Abend mit unseren Freunden vom Toby grillieren. Nachmittags bleibt Zeit, sich in die Sonne zu setzen. Leider hat aber ein kühler Wind begonnen zu blasen. Unser Plan den Holzkohlegrill anzuschmeissen fällt ins Wasser. Wir haben ja noch den Gasgrill, damit gelingt das Schweinefilet auch nicht schlecht, dazu hat Yvonne ein sehr feines Taboulet gemacht. Wir schlemmen und quatschen bei einem Glas Wein bis wir gegen 22.00h alle müde sind und in die Betten fallen.

Shelli's kleine Freundin, ist sie nicht knuddelig?

Freitag, 15.03.2019
Sonnenschein pur, es ist einfach herrlich. Wir machen noch ein paar Sachen am Computer und setzen uns dann den ganzen Nachmittag an die Sonne. Fast hätten wir einen Sommertag gehabt. Unser Thermometer zeigt 24.6°C im Schatten an. Leider geht hier die Sonne schon recht früh unter und dann wird es doch etwas zu kühl um draussen zu sitzen. Bei unserer herrlichen Aussicht auf die vor uns liegende Bucht ist das aber auch kein Problem. Nach einigem hin und her hat heute endlich die Garage zurückgerufen und uns für nächsten Dienstag einen Termin gegeben. Nun können wir entspannt das Wochenende geniessen.

Das dritte Bild zeigt den Himmel der seit Tagen einfach nur so aussieht :-)

Donnerstag, 14.03.2019
Wunderbar ausgeruht wachen wir auf und blinzeln in den hellen Sonnenschein. Nach dem Frühstück fahren wir nochmal ins Zentrum von Setubal, weil wir gestern ganz einfach vergessen haben zu waschen. Im Waschsalon ist viel los, sodass wir ein wenig warten müssen, bis eine Maschine frei wird. Wir machen mal wieder „grosse“ Wäsche und dementsprechend dauert es gut 2 Stunden bis wir die sauberen und trockenen Sachen wieder einpacken können. Nebenan ist ein Mac Donalds, wo wir erst einen Kaffee geniessen um uns die Zeit zu vertreiben und dann einen Salat und einen Cheesburger bestellen, den wir mit auf den Stellplatz nehmen. Nach dem Mittagessen verstauen wir alles wieder und putzen noch ein wenig. Nun haben wir uns ein Bier verdient. Heute ist es wie angesagt, angenehm warm und sonnig. Am Nachmittag rufen wir mal in der Garage an, es wird uns ein Rückruf versprochen. Auf dem Platz ist was los, es kommen einige neue Wohnmobile an. Unter anderem haben uns Travelys.ch wieder gefunden, so lässig. Wir setzen uns zusammen und berichten von unseren Erlebnissen der letzten Woche, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwindet. Nun sitzen wir gemütlich im Wohnmobil und freuen uns auf eine feine Pizza.

Mittwoch, 13.03.2019
Haben schlecht geschlafen, einerseits geht uns immer noch der Untergang des Frachters durch den Kopf, andererseits geht ein böiger, stürmischer Wind und schüttelt unser D-Hai gehörig durch. Gerädert wachen wir auf und blinzeln in die Sonne. Nach dem Frühstück fahren wir nach Setubal und kaufen uns zusätzliche GB für unsere SIM-Karte. Ein wenig schlendern wir auch durch das recht hübsche Setubal, wobei uns immer wieder starke Böen erwischen und uns den Staub ins Gesicht blasen. Wir fahren noch zum Einkaufen und dann zurück zum Stellplatz. Von der Garage haben wir leider noch immer nichts gehört. Wir schreiben nochmal ein Email, nun heisst es weiter warten. Trotz Sonne ist es mit dem Wind zu kühl um draussen zu sitzen, sogar die Fenster machen wir zu, um nicht zu frieren, obwohl das Thermometer 18°C angibt. Morgen soll es windstill werden und 20°C, da freuen wir uns drauf. Hermi kocht essen und ich skype noch mit meinen Eltern, bevor wir uns eine Fernsehsendung von letztem Freitag ansehen und dann ins warme Bett kriechen.

Dienstag, 12.03.2019
Eine ruhige Nacht in Bezug auf den Wind und ein herrlicher Morgen. Wir machen uns reisefertig. Es geht nur wenige Kilometer weiter nach Setubal. Es ist ein Frühlingstag wie er schöner nicht sein könnte. Wir fahren erst durch das küstennahe Hinterland und wechseln dann auf die Küstenstrasse, die uns herrlich schillernde Blicke auf den Atlantik gewährt. Der angesteuerte Stellplatz Outao gefällt uns super. Nachdem wir uns installiert haben geniessen wir einen wunderbaren Spaziergang den Strand entlang. Wir versichern uns wie so oft, wie gut es uns geht und wie privilegiert wir sind, so einen Reise unternehmen zu dürfen. Zurück auf dem Platz geniessen wir noch ein wenig die Sonne, bevor es durch den aufgekommenen Wind zu kühl wird. Auf dem Stellplatz gibt es ein gut funktionierendes Wlan, sodass wir uns nach dem Essen mal wieder um Facebook, Instagram, Whatsapp und Co. kümmern. Die Freude vergeht uns allerdings recht schnell. Slowtravel4x4, ein Bimobil-Besitzer, der sein Fahrzeug nach Südamerika verschifft hat berichtet, sein Schiff auf dem sein MAN reist, hat Feuer gefangen, die Besatzung hat schon in der Nacht den havarierten Frachter verlassen und kurze Zeit später kommt die Meldung, dass das Schiff gesunken ist. Wir sind schockiert und fühlen mit. Eine weitere schlechte Nachricht von Freunden trifft ein und wir sehen uns nur noch betroffen an. Uns wird wieder einmal bewusst, wie schnell unsere schöne Reise zu Ende sein könnte. Wir „fassen Holz an“ und hoffen für alle Betroffenen auf bessere Tage. Uns erbitten wir weitere schöne Erlebnisse auf unserem Worldtrip, solange wie möglich.

Montag, 11.03.2019
Es hat heute Nacht gewindet. Der Morgen ist klar und noch ein wenig kühl. Das ändert sich schnell und wir können wieder kurze Hosen anziehen. Wir haben uns für heute eine Wanderung zum Castelo de Sesimbra vorgenommen. Es geht auf einer Piste den Berg hoch. Nach gut 5 km und 223 m Höhenunterschied erreichen wir die Festungsmauern. Es sind meist nur Ruinen der Gebäude zu sehen, nur eine kleine Kirche, ein Gebäude mit der Information und dem Café und zwei Türme sind neben der Ringmauer erhalten geblieben. Nachdem wir uns im Café ein Bier gegönnt haben, besuchen wir die Kirche. Sie ist innen wirklich sehenswert. Die Wände sind mit blauweissen Kacheln verkleidet die die Bibelgeschichten erzählen. Nur vorne der Altarraum ist mit dem üblichen Blattgold überzogenen Zierrat gefüllt. Aussen wird zwischen den Bäumen fleissig gegraben und es werden alte Gemäuer freigelegt. Es scheint sich zu lohnen. Wir machen uns auf in den Ort. Es geht über viele Stufen hinunter. Heute ist es an der Sonne richtig heiss und so baden Shell und ich die Füsse im kühlen Atlantik. Zurück beim Wohni machen wir noch ein wenig Siesta bevor wir uns rein setzen, kochen und essen. Da hier das Internet fast nicht funktioniert schauen wir uns noch eine Sendung vom SRF an, die wir schon runtergeladen hatten und gehen früh zu Bett.

Schöne Wandbilder in Sesimbra

Sonntag, 10.03.2019
Die Sonne lacht und wir auch! Über dem Meer geht die Sonne auf und die Klippe auf der anderen Seite der Bucht trägt eine Wolkenhaube, das sieht toll aus. Man kommt sich fast vor wie in Kapstadt am Tafelberg. Wir machen mittags einen schönen Spaziergang zum Örtchen. Am Strand steppt der Bär. Halb Lissabon macht einen Ausflug an den Strand. Die Restaurants an der Promenade sind gefüllt und die Gelaterias machen guten Umsatz. Leider stehen im Altstadtkern einige Bausünden und Häuser die zerfallen aber überall dazwischen findet man Wände, die entweder mit Kacheln verschönert oder von Künstlern spannend bemalt wurden. Echt toll! Den Nachmittag geniessen wir in der Sonne beim Wohnmobil und kochen draussen ein frühes Abendessen, es gibt Fondue Chinoise. Das war ein sehr schöner Tag!

Samstag, 09.03.2019
Die Sonne grüsst vom wolkenlosen Himmel. Wir machen uns bereit und fahren nach Süden ans Cap Espichel. Es geht durch Korkeichen- und Pinienwälder, am Lagoa do Albufeira im Parque Natural de Arrabida vorbei. Zum Schluss über kleine ungeteerte Strassen. Das wollten wir unserem Iveco, der ja links nur noch eine Blattfeder hat, eigentlich nicht antun. Zum Glück ist die Strasse gut gegradet und wir erreichen die Teerstrasse, die aber schlussendlich löchriger ist als die Piste. Das Kap selbst ist herrlich. Hier wächst nicht mehr viel. Der Wind braust hier oft stark. Die Sicht auf den Leuchtturm und auf die Kirche Nossa Senhora do Cabo ist dafür durch nichts getrübt. Die Gebäude sehen toll aus, vor dem tiefblauen Meer und Himmel. Nach einem Rundgang fahren wir weiter. Ich habe einen Terrassen-Campingplatz in Sesimbra entdeckt, den wir uns ansehen wollen. Erstmal fahren wir uns aber im Ort selber fast fest. Die Gassen sind schmal und teilweise steil. Hermi meistert auch diese Herausforderung bravourös. Vor allem schaffen wir es tatsächlich immer öfter, bei Umwegen mal nicht gleich miteinander zu schimpfen. Der Platz gefällt uns sehr. Er ist an das Forte de Cavalo gebaut und heisst auch so. Wir stehen jetzt gut 50m über dem Meer und haben eine schöne Sicht auf die Bucht von Sesimbra. Der Campingplatz ist fast leer, man hat fast das Gefühl frei zu stehen. Der Nachmittagsspaziergang führt uns nur bis zum Hafen am Fuss unseres Hügels. Hier sind diverse Tauschschulen ansässig. Wir fragen nette Portugiesinnen wie hier das Tauchen ist. Sie berichten begeistert von einer Schule Delfine die oft gesichtet werden, guter Sicht und schönen Plätzen entlang der Steilküste. Wir sollen es doch auch probieren. Sie berichten aber auch über eine Wassertemperatur die zur Zeit nur bei 13°C liegt, da erfriert man ja! Das lassen wir sein. Bei unserem Platz angekommen bereiten wir im Freien ein Raclett zu und geniessen die warmen Sonnenstrahlen. Das Internet funktioniert nicht wirklich, da gehen wir eben mal früh zu Bett.

Freitag, 08.03.2019
Die Sonne lacht von einem blauen Himmel und wir haben gut geschlafen. Es war recht ruhig auf unserem Parkplatz, auf dem wir erstaunlicherweise ganz alleine stehen. Um kurz nach 10.00h sind wir bereit und fahren mit der Fähre über den Rio Tejo zu den Cais do Sodré. Entlang der Promenade spazieren wir zum schönen Hauptplatz Praca do Comercio. Hier sind Strassenhändler mit Sonnenbrillen unterwegs. Allerdings bieten sie diese nur als Alibi an, Hermi wird immer wieder angezischt, die Typen verkaufen im grossen Stil Dope!  In Marokko waren die Händler nicht so aufdringlich. Nun geht es durch Gassen und Strassen den Hügel hoch zu einem schönen Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia. Besonders gefällt mir die Dekoration mit den schönen Kacheln überall. In der Nähe ist auf einer Terrasse ein Restaurant in dem wir uns ein Bier an der Sonne gönnen. Ich nehme routinemässig mein Handy aus der Tasche, klicke die SIM-Karte rein und raus…. und mein Handy geht wieder. Von M-Budget ist kein Email gekommen aber mir fällt ein Stein vom Herz.
Es gefällt uns hier in Lissabon. Es ist quirlig und doch angenehm, bis auf die nervigen Autofahrer. Immer wieder bieten sich schöne Blicke auf den Rio Tejo, zu hübsch mit Fliesen geschmückten Häusern, auf die Tram oder in Gassen. Wir gehen weiter bis zum Castelo de Sao Jorge. Mit Shell dürfen wir mal wieder nicht rein. Wir gehen weiter bis zu einem kleinen Restaurant mit schöner Aussicht auf die gegenüberliegende Oberstadt. Hier ist das Menu mit Suppe, Hauptspeise, einem Glas Wein und einem Kaffee für 12 Euro zu haben. Wir sitzen gemütlich in der Sonne und lassen es uns gutgehen. Anschliessend geht unsere Erkundungstour weiter zurück ins Tal. Auf einem kleinen Platz hat sich halb Afrika versammelt. Hier sitzen die Männer wie zu Hause zusammen und palavern. Die Frauen haben essen gekocht und bieten es zum Verkauf an. Alles in den schönsten bunten Farben. Bei dem schönen Lift Santa Justa machen wir natürlich einige Fotos. Wir spazieren noch durch die Oberstadt bevor wir zurück zur Promenade laufen. Hier gönnen wir uns ein Glas Rosé und fahren kurze Zeit später mit der Fähre zurück zu unserem D-Hai. Shell lernt ein nettes Girl kennen und dann sind wir wieder
D-Hai J.

Donnerstag, 07.03.2019
Wir sitzen gemütlich beim Frühstück und plötzlich macht mein Handy pling. Als ich aufs Display schaue traue ich meinen Augen nicht „ihre SIM-Karte ist nicht eingerichtet“! Ich explodiere fast. Über Skype rufe ich bei M-Budget an. 3 Telefonate später steht fest, weder M-Budget noch Swisscom können sofort helfen. Bei M-Budget dauert es bis zu 3 Arbeitstage bis die technische Abteilung das Problem auch nur anschaut und bei Swisscom will niemand helfen, da ich M-Budget Kunde bin. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis ich per Email! etwas höre. Zu dem Fall im Februar hat sich bis jetzt weder Swisscom noch M-Budget geäussert oder sich entschuldigt. Nachdem ich mich etwas abgeregt habe verabschieden wir uns von unseren Freunden und fahren los nach Setubal zur nächsten Iveco-Werkstatt. Die Fahrt ist recht ereignislos und die Landschaft auch nichts Besonderes. Als wir ankommen ist es kurz vor Mittag. Der Herr im Büro spricht kein Englisch und ist nicht gerade hilfsbereit. Wir fragen ob wir eventuell nach Lissabon weiterfahren sollen. Da nickt er erleichtert. Es sind nur 50 km, die wir rasch abspulen. Nach einer kurzen Irrfahrt finden wir ausserhalb der Stadt, in Vila Franca de Xira die grosse Werkstatt. Hier sind die Leute super freundlich und hilfsbereit. Die Federblätter gibt es bei Iveco nicht einzeln sondern nur als gesamtes Paket, der Preis ist mit rund 1‘200.00 Euro auch recht heftig. Hilft aber nichts, wir entscheiden uns, hinten beide Seiten austauschen zu lassen. Den Service, den wir in Hamburg machen lassen wollten, werden wir nun gleich hier erledigen, da wir sowieso auf die Teile warten müssen. Alles wird organisiert und der Teil der Blattfeder der nach innen absteht wird auch gleich entfernt. Super! Nachdem wir unsere Kontaktdaten angegeben haben verlassen wir die Garage und fahren erstmal zum Ver- und Entsorgen und Einkaufen in einen nahen Supermarkt. Im Nachhinein haben wir gemerkt, das war wegen dem Feierabendverkehr nicht so schlau. Wir stecken mittendrin und es geht nur langsam voran. Nach einer guten Stunde haben wir es geschafft und rollen um 18.30h endlich auf den Parkplatz bei der kleinen Fähre auf der Südseite des Rio Tejo. Wir gehen vor zum Terminal und erkundigen uns ob der Hund mit aufs Schiff darf. Ja, na bitte, so steht unserem Besuch von Lissabon nun nichts mehr im Wege. Im Wohni kochen wir ein spätes Essen und entspannen dann erst mal richtig.

Mittwoch. 06.03.2019
Nacht‘s hat es geregnet und ein starker Wind weht. Als es hell wird sieht man die schnellen Wechsel von Sonne und Regenschauern über dem Meer. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Freunden und fahren los. Kaum um die Ecke macht es Pling. Was war das denn? Wir schauen uns um aber entdecken nichts. Wir fahren in die Berge nach Monchique. Auf der Fahrt durch die Hügel regnet es, dadurch haben wir leider keine Aussicht auf die Umgebung. Was wir sehen ist rundum Eukalyptus-Wald und Korkeichen. Als wir im Dorf ankommen regnet es stark. Wir fahren einmal rundum und finden auf Anhieb nichts Sehenswertes. Wir fahren weiter, nicht weit entfernt gibt es eine Therme. Das ist aber auch nichts für uns. Nun ist guter Rat teuer, was tun mit dem restlichen Tag. Es ist nicht weit zurück bis zur Südküste nach Alvor oder sollen wir zurück zur Westküste und uns dort einen Platz suchen? Die Westküste siegt. Wir machen uns auf schmalen, löchrigen Strassen auf gen Westen. Anfangs ist es kurvig und einsam, dann kommen wir zurück in die Ebene und hier gibt es Kühe auf den Wiesen und kleine Dörfer. Nach einer guten Stunde Fahrt ist die Küste bei Zambujeira do Mar erreicht. Sieht hübsch aus aber es ist erst gerade 12.00h, sodass wir uns entscheiden weiter zu fahren. Einige Kilometer weiter klimpert es plötzlich und etwas fällt auf die Strasse hinter uns. Gut ist hier kein Verkehr. Hermi steigt aus und …. bringt ein Stück von einer Blattfeder zurück. Als wir unters Wohni schauen sehen wir die Bescherung. Eine Blattfeder ist gebrochen. So wie es aussieht ist aber kein weiterer Schaden entstanden und der Rest sieht soweit nicht beschädigt aus. Wir fahren also weiter, vorsichtig aber ohne Probleme. Einige Kilometer weiter, in Vila Nova de Mifontes steuern wir den Campingplatz an und installieren uns. Hermi kriecht nochmal unters Auto und stellt fest, dass sogar zwei Federn gebrochen sind. Wo gibt’s denn sowas? Wir suchen im Internet nach der nächsten Iveco-Werkstatt. Für einen schönen Spaziergang reicht die Zeit natürlich auch noch. Zurück auf dem Camping kochen wir früh, waschen ab und wollen Duschen gehen. Ich schaue nach draussen, höre einen Motor und sehe links neben uns ein Wohnmobil auf den Platz fahren. Hat ein Schweizer Kreuz am Heck! Es sind unsere Freunde mit dem Wochner! Herzliche Begrüssung und nun haben wir eine Beschäftigung für den heutigen Abend. Wir setzen uns natürlich nochmal zusammen. So lässig!

Dienstag, 05.03.2019
Bewölkt aber schon 15°C und das um kurz nach 7.00h. Ab und zu trifft uns ein kurzer Schauer. Der Himmel und das Meer sind schiefergrau und die Wellen spritzen Gischt in die Luft. Es ist wirklich ein toller Platz hier oben. Kurz vor 11.00h treffen unsere Bekannten aus Marokko, Margrit und Walter ein. Das Wetter hat sich beruhigt und es ist fast 20° trotz Bewölkung. Wir machen eine kleine Wanderung zu einem Mini-Kap etwa 2km südlich von unserem Standplatz. Als wir zurückkommen erwartet uns eine Überraschung. Travely’s haben uns auch gefunden. Wir gehen zu sechst runter zu dem hübschen Restaurant von gestern. Wir haben sehr fein gegessen und wurden super nett bedient. Nun machen wir Siesta und verdauen die guten Sachen bevor wir uns Abend‘s nochmal zu einem Glas Wein im Wochner-Wohnmobil treffen werden.

Montag, 04.03.2019
Der Himmel ist heute bewölkt und während dem Frühstück fängt es an zu Regnen. Kein Problem, wir wollen trotzdem etwas weiter fahren. Unterwegs hat der Himmel dann komplett zugezogen und die Sicht ist trüb. Wir fahren durch viel Natur, unterwegs ein paar wenige Häuser. Die Mimosen stehen in voller Blüte und auch die Knospen an einigen Eukalyptusbäumen sind erblüht. In der Nähe von Carrapateira sehen wir uns zwei schöne Strände an, die aber leider hinter einem Regenvorhang nur schlecht sichtbar sind. Weiter geht die Fahrt bis Aljezur. Der Ort sieht hübsch aus, vielleicht steigen wir morgen mal aus und spazieren durch. Jetzt wollen wir zur Küste und uns einen schönen Übernachtungsplatz sichern. Zwei, drei Plätze eignen sich nicht, da sie schräg sind aber dann entdecken wir einen prima Platz. Wir müssen erst noch zwei Franzosen vertreiben die gerade beim Duschen sind (grins, grins, grins) und dann haben wir diese Stelle für uns alleine. Wir stehen gut 50m hoch auf einer Klippe. Unter uns rauscht die Brandung und rund um uns ist nur wunderbare Natur mit vielen Blüten. Nachmittags spazieren wir in eine kleine Feriensiedlung wo wir ein tolles Restaurant finden. Wir trinken zwar nur einen Wein aber dann kann ich mich nicht zurück halten und bestelle einen Schokoladenkuchen, den ich bei den Gästen am Nebentisch bewundert habe. Ein Gedicht, auch die anderen Speisen die hier serviert werden sehen sehr lecker und frisch aus! Wer mal am Strand von Praia de Monte Clérigo vorbei kommt, sollte das Restaurant O Sargo besuchen. Auf dem Rückweg erwischt uns ein kleiner Sprühregen und als wir beim Wohni sind scheint wieder die Sonne. April im März!

Cabo da Sao Vincente

Pflanzenpracht von heute.

Sonntag, 03.03.2019      35‘000 km
Wir werden, wie seit einigen Tagen schon, von einem vielstimmigen Vogelchor geweckt. Es ist herrliches Wetter und für einmal geht der Wind nicht. Es wird schnell warm. Wir sind schon um 9.30h auf der Strasse und fahren Richtung Westen. Die Gegend hat sich gewandelt, grosse Hotels und Resorts findet man hier nicht. Es ist ruhiger und ländlicher. Wir kommen an einigen hübschen Stränden vorbei. An diesem Teil der Küste könnte man auch wieder herrlich wandern. Wir haben aber geplant zum Cabo da Sao Vincente, dem südwestlichsten Punkt Europas zu fahren. Wir erfreuen uns an der schönen hügeligen Landschaft. Ab und zu sieht man hier sogar mal Ackerland. Wir kommen durch Sagres, das wir aber nur durchfahren. Zuerst sehen wir uns das Kap an. Ein Leuchtturm steht auf einer 75m hohen Klippe und warnt die Schiffe. Darum herum ist ein kleines Fort gebaut. Noch immer geht kaum Wind, was in dieser Gegend untypisch ist. Uns freut es. Wir zeigen nach Westen und erklären Shell und unserem D-Hai, dass wir bald über diesen Ozean nach Amerika reisen werden. Der Blick zum Meer hinunter ist grandios und beim Fort von Sagres sieht man die Brandung bis fast zum Rand hoch spritzen. Die Luft ist erfüllt mit Gischt. Wir kommen an einem Strand vorbei, an dem Surfer auf den Wellen reiten. Zurück in Sagres stellen wir uns auf den Parkplatz beim Fort. Zu Fuss erkunden wir den kleinen Ort. Die Hauptstrasse ist gesperrt und als wir dort entlang laufen dröhnt uns überlaute Musik ins Ohr. Hier findet später also die Fasnacht statt. Wir gehen weiter bis zum Fischerhafen und zurück zu einem Strand an dem ebenfalls gesurft wird. Hier geniessen wir in einer Bar noch etwas die Sonne. Die Klippen beim Fort erkunden wir auch noch, bevor wir zum Wohni zurück gehen. Der Wind hat aufgefrischt, sodass wir gerne im Inneren verschwinden. Hermi legt sich noch unters Fahrzeug. Er hat entdeckt, dass das Getriebe hinten feucht ist. Anscheinend haben sich Schrauben gelockert. Da werden wir wohl mal kurz in Lissabon bei einer Iveco-Garage vorbei schauen müssen. Nun sitzen wir gemütlich in unserer Stube und grinsen, dauernd laufen Leute draussen vorbei und bestaunen unser Fahrzeug. Als ich meine Reiseübersicht ergänze sehe ich das wir heute auf den Kilometer genau 35‘000 km seit unserem Start gefahren sind. Heute ist übrigens unser 337gste Tag unserer Reise und wir sind seit 47 Wochen unterwegs. Wer mehr Details haben möchte kann sich die Reiseübersicht ansehen.

Samstag, 02.03.2019
Ein sonniger Tag begrüsst uns. Nach einem ausgedehnten Frühstück spazieren wir zum Meer. Die Gegend hier ist nicht mehr so überlaufen wie weiter im Osten. Allerdings sind viele der Leute die man hier antrifft auch Touristen. Der kleine Fischerort hat natürlich auch schon seine Hotels und Appartements aber wirkt insgesamt weniger hektisch. Wir geniessen auf jeden Fall die Sicht aufs Meer und spazieren durch die wenigen Gassen, bevor wir uns zu einem kleinen Lunch in ein Strandcafé setzen. Zurück beim Wohni bekommt Shell einen neuen Haarschnitt verpasst und wird dann mal wieder „porentief“ geduscht. Sie ist anschliessend hundemüde J und schläft eine Runde. Wir gönnen uns ein Bier an der Bar und kommen mit einem netten Deutschen ins Gespräch, der von Portugal aus ein Geschäft in Deutschland leitet. Auch keine schlechte Lebensweise. Bei Sonnenuntergang haben wir uns ins Wohni verzogen und machen einen auf gemütlichen Abend.

Freitag, 01.03.2019
Wir stehen kurz nach 7.00h auf und frühstücken. Es ist etwas bewölkt und es windet. Laut Wetterbericht soll es aber ein schöner und warmer Tag werden. Wir brechen früh auf weil wir waschen wollen. In der Nähe sind bei einer Tankstelle Waschmaschinen und Trockner aufgestellt. Nach gut eineinhalb Stunden ist alles sauber und trocken. Nur in die Schränke räumen müssen wir die Sachen noch. Auf der N125 fahren wir gemütlich nach Westen. In Portimao suchen wir den Praia da Rocha, der sehr schön sein soll. Nach ein wenig rumkurven stellen wir unser Wohni auf einen Parkplatz und laufen durch Hotelanlagen, Restaurants und Geschäft zum Strand. Unser Geschmack ist das hier nicht. Die Steilküste ist oben komplett zugebaut, unten auf dem Sand reihen sich Strandrestaurants an einen Holzsteg. Zugegeben, schön breit ist er der Strand und der Sand ist gepflegt. Das ist aber nicht was wir suchen. Wir fahren weiter, erst bei Alvor ist es wieder möglich das Meer zu sehen. Unten stehen, hinter dem Strand auf zwei grossen Plätzen, Wohnmobile. Ein recht schöner Platz. Wir wollen aber weiter nach Lagos. Bevor wir zum Meer fahren kaufen wir noch ein. Unten angekommen sind wir enttäuscht, grosse Schilder verbieten das Parken von Wohnmobilen. Wir fahren deshalb weiter. Beim Farol de Ponta da Piedade schauen wir uns einen weiteren Teil der schönen Steilküste an. Hier ist Küste spektakulär, zudem ist das Wasser ruhig und schillert grün und türkis, wunderschön! Zurück fahren wir am Hafen von Lagos entlang. Wir wollen auf den Stellplatz beim Stadion. Der ist zwar nicht wirklich schön aber von hier aus ist der Ort zu Fuss zu erreichen. Als wir ankommen ist der Stellplatz selber schon voll. Vorne auf einer grossen Fläche stehen weitere Wohnmobile. Wir wollen uns dazustellen bis uns ein netter Schweizer erklärt das morgen hier ein Markt stattfindet. Mist, also weiter. Gelandet sind wir schlussendlich auf dem Camping Valverde in Luz. Passt auch. Hermi füllt den Diesel aus Marokko in den Tank und ich räumen die Wäsche weg. So, dieser erste kalendarische Frühlingstag wäre dann auch gelaufen. Hermi hat ein feines Spargelrisotto gekocht und nun chillen wir.

Donnerstag, 28.02.2019
Nach einem gemütlichen Frühstück ist Hausputz angesagt. Das dauert im Wohni ja zum Glück nicht lange. Anschliessend erkunden wir wieder die schöne Steilküste. Der Weg geht auch hier auf und ab, teilweise muss man schon fast klettern um in die nächste hübsche Bucht mit Strand zu gelangen. Das ewige auf und ab macht müde und so verlassen wir den Strand und gehen auf der Strasse zurück zu der kleinen Pizzeria, die wir gestern Nachmittag für ein Bier aufgesucht hatten. Wir stärken uns mit einem feinen Salat und einer Pizza und gehen dann zurück zum D-Hai. Der geheizte Pool lädt zum Baden. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Herrlich entspannt steigen wir wieder raus und setzen uns für den Abend ins Wohni.

Mittwoch, 27.02.2019
Beim Aufstehen empfängt uns ein bewölkter Himmel aber die Sonne drückt auch etwas zwischen den Wolken hindurch, dafür ist es mild und windet nicht. Wir verabschieden uns und fahren nach Silves. Der kleine Ort liegt hübsch an einem Hügel und wird durch eine rote Burg gekrönt. Wir laufen durch die recht hübschen Gassen und schiessen ein paar Fotos. In einem MEO-Laden kaufen wir uns mal wieder eine SIM-Karte, für Portugal. Unsere spanische lässt sich mit unserer Kreditkarte nicht mehr aufladen, da wir keine spanische Kreditkarte besitzen. Das Problem hatten wir ja auch schon mit der schwedischen Karte. Nun sind wir wieder online für die nächsten 15 Tage und haben 30 Gigabite zur Verfügung. Das müsste reichen J. Ich habe im Internet eine Reisebeschreibung für eine Tour durchs Hinterland gefunden. Erstmal fahren wir einen Stellplatz an einer Staumauer an. Hier im Tal unten gefällt es uns nicht. Die Zufahrt zum Platz oben ist schmal und von Bäumen zugewachsen. Es geht also weiter an Sao Bartolomeu de Messines vorbei nach Alte. Hier gibt es einen Parkplatz am Friedhof auf dem man kostenlos stehen kann. Wir finden den Ort nicht berauschend und fahren weiter. Die Strasse führt durch ein Tal mit vielen Baumplantagen und es werden noch weitere in den Hang gefräst. Die ursprüngliche Vegetation wird immer mehr zurückgedrängt. Es folgen die Orte Benafim und Salir. Hm, der Gegend hier können wir nicht viel abgewinnen also geht es zurück ans Meer. Am Strand von Falesia haben wir zwei grosse Stellplätze entdeckt. Wir hoffen, wir finden dort noch einen Platz für unser D-Hai. Wir müssen ein wenig rumkurven bevor wir endlich die Zufahrt entdecken. Hier gibt es riesige Hotel- und Bungalowanlagen. Die beiden Plätze wären schön, haben aber beide keinen Platz mehr. Mist! Dann geht es eben weiter. Wir fahren durch Albufeira und staunen nochmal ob der Stadt, die aus dem Fischerdörfchen geworden ist. Kurz hinter der Marina wird es wieder ländlicher und hier versteckt sich ein kleinerer Stellplatz, auf dem wir den letzten Platz ergattern. Für 7 Euro steht man hier im Grünen, es gibt einen Aufenthaltsraum und einen kleinen geheizten Swimmingpool. Der Platz ist sehr gepflegt, wir sind zufrieden. Wir machen einen Spaziergang zum Meer bevor wir kochen und mit unserer Familie in der Schweiz telefonieren.

Dienstag, 26.02.2019
Nach dem Frühstück versuche ich am Computer noch ein Problem zu lösen. Es will einfach nicht. Ich breche ab und werde es am Nachmittag nochmal in Angriff nehmen. Heute steht ein Wanderspaziergang gegen Westen auf dem Programm. Die ersten 3 Kilometer laufen wir durch Villenviertel mit tollen Häusern. Als wir an der Küste ankommen wird der Weg steinig. Es folgen kurze steile Passagen und zeitweise läuft man nahe an der Abbruchkante. Der Wind hat noch mehr aufgefrischt aber die Sonne scheint. Eine gute Stunde brauchen wir für den Weg zurück zum Ortskern von Carvoeiro. Nach der Anstrengung stärken wir uns in einem Restaurant unten am Strand bevor wir zum Stellplatz zurück laufen. Inzwischen ist es kühl geworden und wir verkriechen uns deshalb im Wohni. Jetzt funktioniert auch die Homepage die heute Morgen nicht zu erreichen war und so kann ich meine Pendenzen abarbeiten.

Montag, 25.02.2019
Kurz nach halb elf brechen wir zu unserer Wanderung auf. Wir wollen der Steilküste entlang nach Osten laufen. Es ist herrliches Wetter aber es windet. Bis ins Dorf von Carvoeiro folgen wir der Strasse, die wir von gestern schon kennen. Ein kurzer Aufstieg bringt uns zu einem schönen Aussichtspunkt bei einer Kirche. Von hier aus wurde ein Boardwalk gebaut der bis zum Boneca-Strand führt. Ab da ist fertig mit ebenem Weg. Es geht über felsigen Untergrund einmal geradeaus, runter in eine Bucht und drüben wieder hinauf. Das wiederholt sich heute mehrfach. Wir folgen dem Weg bis zum Centeanes Strand. Uns bieten sich immer wieder spektakuläre Blicke auf die Steilküste. Heute lohnt sich besonders der Blick auf das tosende Meer und die Wellen, die hoch an die Klippen spritzen. Zwischendurch kehren wir ein und trinken etwas, bevor wir auf der Teerstrasse durch die Villengegend bis zum Benagil Strand laufen. Nach ein wenig Suchen finden wir etwas oberhalb ein nettes Restaurant mit guter Küche. Ein Crevettensalat mit Mango und Avocado stillt unseren Hunger und für den Durst bestellen wir uns einen gekühlten Rosé. So gestärkt machen wir uns auf den Rückweg. Nun ist der zweite Teil der Küstenwanderung angesagt. Diesmal haben wir einige Zeit den schönen Leuchtturm als Anhaltspunkt. An einer Stelle bewundern wir ein BlueHole, aus dem immer wieder Gischt von unten in den Himmel spritzt. Kurz vor 17.00h sind wir müde aber glücklich wieder in Carvoeiro und müssen nun nur noch den Hang hoch bis zu unserem Stellplatz. Wir kochen uns noch etwas und fallen dann müde ins Bett.

Sonntag, 24.02.2019
Wir ver- und entsorgen und gehen dann einkaufen. Nach einer Stunde ist alles eingeräumt und wir können weiter. Unterwegs kommen wir an einen Jysk Laden vorbei, wo wir die Kissen für Shell kaufen. Nun wollen wir aber endlich die berühmte schöne Steilküste der Algarve sehen. Bei Carvoeiro gibt es einige schöne Abschnitte mit Strandbuchten und Felsformationen. Wir haben einen schönen Platz im Park-4-night entdeckt. Letztendlich trauen wir uns aber doch nicht, hier stehen zu bleiben. Kein anderes Wohnmobil ist hier, wir vermuten, dass die Plätze geräumt werden. Wir haben als Alternative einen kleinen privaten Stellplatz gefunden und fahren mal hin, um zu sehen ob die Platz für uns haben. Sieht sehr voll aus. Wir überlegen ob wir weiter suchen sollen, als der nette deutsche Eigner erscheint und uns noch einen Platz zuweist. Heute ist hier sehr voll aber morgen scheint grosses Auschecken angesagt. Von hier aus kann man prima die Wanderwege der Küste erreichen. Nach ein wenig rangieren stehen wir nun bequem und für alle akzeptable auf dem Platz. Nachmittags erkunden wir die Gegend und das kleine Carvoeiro. Unten am Strand, der von Restaurants gesäumt ist, löschen wir unseren Durst bevor wir heim laufen und uns einen Hamburger braten.

Samstag, 23.02.2019
Wir verabschieden uns vom schönen Platz am Strand. Wir möchten für Shell neue Kissen kaufen und schauen deshalb ein paar Kilometer weiter bei Ikea vorbei. Leider finden wir nichts was brauchbar wäre, deshalb verlassen wir den Laden wieder. Auf dem Weg nach draussen ruft es plötzlich hinter uns, hallo, hallo. Sind wir gemeint? Ja, eine kleine Familie hat unser Fahrzeug gesehen und gleich unsere Homepage besucht. Nun haben sie die Gelegenheit gepackt und uns angesprochen. Wir erzählen kurz wer wir sind und was wir machen und kurze Zeit später geht jeder wieder seines Weges, nett. Unser heutiges Ziel heisst Albufeira. Hier haben wir vor mehr als 30 Jahren mal auf einem Campingplatz genächtigt. Wir wollen uns anschauen, was die Jahre mit dem Ort gemacht haben. Auf einem Stellplatz neben dem Sportstadion stellen wir unser D-Hai ab. Wir sind umgeben von Überwinterern. Schön ist es hier nicht aber für eine Nacht scheint es zumindest ruhig zu sein. Der Weg ins Zentrum ist 2 km lang und als wir unten auf dem Hauptplatz ankommen, würden wir am Liebsten wieder umdrehen. Hier ist alles auf Pauschalurlauber ausgerichtet. Vom eigentlichen Fischerdorf ist fast nichts mehr zu sehen. Wir sehen uns noch den Strand an, trinken etwas in einer Bar und machen uns dann schnell wieder auf den Heimweg. Erkannt haben wir nichts mehr. Liegt aber vielleicht auch an der vielen Zeit die seitdem vergangen ist.

Freitag, 22.02.2019
Nach dem starken Wind von gestern ist der Atlantik aufgewühlt und hat heute Nacht den angrenzenden Strand überflutet. Hier spürt man die Gezeiten stark! Es hat toll ausgesehen mit der Brandung und dem noch immer grossen Mond. Heute Morgen ist Kühlschrank putzen angesagt, bevor ich noch ein wenig Arbeiten am Computer erledige. Unser heutiger Spaziergang führt uns entlang dem Strand Richtung Osten. Den Weg unter den Pinien lassen wir aus, wegen der vielen Prozessionsraupen. Wenige Kilometer weiter ist ein riesiges Resort mit Golfplatz, Privathäusern, kleinen Ferienhäusern und Hotels. Unten am Strand findet man Restaurants. Hier geniessen wir Mittags einen Imbiss, bevor wir wieder zurück gehen. Fast müssen wir uns beeilen, um noch die Strandstrecke laufen zu können. Die Wellen reichen schon wieder fast hoch bis zur Steilküste.

Rund um uns in den Pinienwäldern kriechen zur Zeit diese hübschen aber hochgiftigen Prozessionsraupen von den Bäumen. Wir müssen aufpassen, nicht mit ihnen in Berührung zu kommen und müssen besonders auch Shell vor ihnen schützen. Sie darf keinesfalls an ihnen schnuppern, sonst bekommt sie die feinen Härchen in die Schleimhäute, die dann aufschwellen.

Donnerstag, 21.02.2019
Die Sonne geht langsam auf als wir um 7.00h aufstehen und frühstücken. Wir verplempern den Morgen im Wohni. Draussen geht der Wind und es sind einige Wolken am Himmel. Mittags raffen wir uns auf und laufen zur Promenade wo wir uns ein paar feine Tapas gönnen. Quarteira selber besteht fast nur aus hässlichen Appartementblöcken. Ein kleiner Kern des Fischerortes ist geblieben. Mittendrin steht eine kleine Kirche. Schön ist allerdings der lange Sandstrand. Als wir zurückkehren, kommen uns Dani und Kevin mit einem bündner Paar entgegen. Wir laden die Gruppe auf einen Apéro bei uns im Wohni ein und verbringen eine vergnügte Stunde. Abends bäckt Hermi uns ein feines Gratin und dann geht’s ab in die Heia.

zum wohl und einen schönen abend

Ich schänkä dir mis härz !

Mittwoch, 20.02.2019
Bevor wir losfahren gönnen wir uns nochmal eine Dusche. Unser erstes Ziel heute ist Faro. Wir haben einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Altstadt entdeckt, auf dem wir unser D-Hai abstellen. Leider hält das Städtchen nicht wirklich was es verspricht. Viele Häuser sind renovierungsbedürftig und überall findet man Betonbauten die nicht ins Bild passen. Ein paar nette Ecken haben wir dann aber doch noch gefunden. Um Faro gibt es laut unseren Apps keine wirklich schönen Plätze, auf denen man übernachten könnte, deshalb fahren wir weiter nach Quarteira. Hier gibt es am Strand die Möglichkeit frei zu stehen und zu übernachten. Der erste Platz ist voll. Auf der anderen Seite der Lagune haben wir noch eine Möglichkeit entdeckt. Der Platz hier ist auch schon gut belegt aber ein netter Franzose meint, wir könnten nach der Siesta seinen Platz übernehmen. Da sagen wir nicht nein, weil weiter Richtung Osten ein Pinienhain folgt, vor dem man zwar an den Klippen auch stehen kann, die Bäume sehen aber aus, als wären sie zu wenig hoch für unser Wohni. Es wird später Nachmittag bis die Franzosen abfahren. Kein Problem, wir essen einfach früh und stellen dann das Wohni um. Am frühen Abend machen wir noch einen Spaziergang in den Ort und geniessen bei einem Glas Rosé einen schönen Sonnenuntergang an der Promenade. Einschlafen können wir heute mit dem Rauschen der Brandung in den Ohren.

Dienstag, 19.02.2019
Der Spuk mit dem Regen ist schon wieder vorbei. Es sind noch ein paar Wolken am Himmel aber die Sonne lässt sich schon blicken. Vor der Abfahrt machen wir einen kurzen Abstecher in die grosse Markthalle von Tavira. Das müssen wir uns merken. Es gibt hier frisches Gemüse und Früchte direkt von den Bauern. Natürlich wird auch Fisch angeboten und es gibt auch Metzgereien. Gekauft haben wir nichts, da wir ja erst gestern unsere Vorräte aufgefüllt haben. Nun geht es aber los ins Hinterland. Wir haben eine Stelle für einen Spaziergang entdeckt. Von einem kleinen Parkplatz geht es über einen Weg bis zu einem Bach, der sich tief in den Boden gegraben hat. An einer Stelle fällt er als kleiner Wasserfall in einen hübschen Teich, der rundherum zugewachsen ist. Es war ein kurzer Ausflug aber recht hübsch. Nun geht es über schmale Strassen durchs Hinterland zurück zur Küste. Wir fahren nach Olhão auf den Camping Sindicato dos Bancário. An und für sich ist er hässlich aber wir möchten unbedingt mal wieder ausgiebig duschen. Wir suchen uns einen Platz und richten uns ein. Der Platz kostet für eine Nacht nur gerade Euro 10.70, ohne Strom. Da kann man nicht meckern. Es ist angenehm warm geworden. Da bietet es sich nochmal an spazieren zu gehen. Am hübschen Hafen trinken wir eine Rosé und essen einen Toast. Als wir gerade aufbrechen wollen, treffen wir auf ein Pärchen, das wir schon in Tarifa kennengelernt haben. Ein Stück des Weges gehen wir zusammen und plaudern über das seither Erlebte. Zurück auf dem Camping gönne ich mir erst einmal die heiss ersehnte Dusche. Wir kochen und fallen dann müde ins Bett.

Montag, 18.02.2019
Der Himmel ist bewölkt und es ist dämmrig, als wir um 8.00h aus den Federn kriechen. Es sind noch ein paar Sachen betreffend Internet zu klären, bevor wir aufräumen und weiterfahren. Huelva ist nicht weit und hier gibt es einen grossen Carrefour. Wir decken uns nochmal mit Lebensmittel ein. Es ist nicht mehr weit bis Portugal. Wir tanken noch voll, weil der Diesel auf der anderen Seite der Grenze doch teurer sein soll. Inzwischen hat es angefangen zu regnen und zeitweise schüttet es geradezu. Wir überlegen, das letzte Mal hatten wir solches Wetter nach Valencia, das war Mitte November! Lange hält die Sintflut nicht an und so fahren wir bei Nieselregen über die Brücke nach Portugal. Drüben zeigt ein Schild, alle ausländischen Fahrzeuge müssen sich an einer Mautstelle registrieren. Man muss seine Kreditkarte einstecken und wird via Kamera mit dem Kennzeichen registriert. Wir verlassen sofort die Autobahn. Wir haben Zeit und müssen kein Geld für Mautstrassen ausgeben. Wie bisher auch suchen wir unseren Weg auf den kleineren Strassen. In Manta Rota sehen wir uns einen Stellplatz an, der uns empfohlen wurde. Er ist aber erstens voll und zweitens nicht eben eine Augenweide, die Lage wäre allerdings grandios, direkt am Strand. Es geht also weiter, zudem haben wir die Uhr nun um eine Stunde zurück gestellt und haben nun massig Zeit. Einige Kilometer weiter, in Tavira, haben wir einen Stellplatz entdeckt, der uns gefallen könnte. Bei der Ankunft stellt sich aber heraus, Hunde sind nicht erlaubt. Dieses Problem hatten wir ja schon ewig nicht mehr. Die Alternative heisst, Stellplatz am Marktplatz ohne Sanitäre Anlagen. Egal, der Platz ist gratis und nicht weit vom Örtchen entfernt. Wir erkunden bei einem Spaziergang die Altstadt. Der Ort soll laut unserem Reiseführer der schönste der ganzen Algarve sein. Hübsch ist er, aber wir hoffen noch schönere Dörfchen besichtigen zu können. Es ist kühl mit 13°, sodass wir froh sind, uns ins D-Hai zurückziehen zu können. Jetzt läuft die Heizung und Hermi kocht einen wärmenden Eintopf.