Mittwoch, 24.04.2019
Wir haben erstaunlich gut geschlafen. Um 6.30h wachen wir auf und sind herrlich ausgeruht. Schnell packen wir alles ein und verstauen das Gepäck und Shell im Auto. Im Haus gibt es ein Café in dem wir unser Frühstück verzehren. Kurz vor 8.00h sind wir zurück auf der Autobahn und fahren die restlichen 441 km nach Hause. Wir kommen trotz viel Verkehr recht gut durch. Kurz nach 13.00h verlassen wir in Pfäffikon die Autobahn und erledigen die ersten unserer Pendenzen. Anschliessend besuchen wir meine Eltern und gehen ein Stück gemeinsam spazieren. Am späteren Nachmittag fahren wir zu Hermanns Schwester, wo wir uns für die nächsten paar Tage einquartieren dürfen. Wir haben Lebensmittel aus Deutschland mitgebracht und braten ein herrliches Rindsfilet und kochen Risotto mit Spargeln. Es wird ein vergnügter Abend im Kreis der Familie.

Dienstag, 23.04.2019
Bin früh um 5.00 h aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Um 6.00h habe ich mich so lange gewälzt, bis auch Hermi wach war. Nach einer Stunde ist auch das hinterste und letzte Ding in einem Fach verstaut oder in unserem Gepäck verschwunden. Zur Vorsicht mache ich noch Fotos vom Innenraum und von aussen. Kurz nach halb neun fahren wir im Konvoi zum D’Oswaldykai am Hafen. Nachdem wir eine Nummer gezogen haben müssen wir nur ganz kurz warten, bevor ich mich an einem Schalter im Obergeschoss ausweisen muss. Hier werden die Daten unseres Fahrzeugs erfasst. Mit einem Strichcode-Blatt und der Anweisung, wohin ich fahren muss, kehren wir zum Parkplatz zurück. Hermi macht ein paar Fotos wie ich mit dem D-Hai ins Hafengelände fahre. Er muss draussen warten. Bei einem kleinen Büro in einem Container gebe ich die erhaltenen Dokumente ab. Ein junger Mann lotst mich zur Parklinie Nummer 15 wo ich hinter einem Bimobil! parken soll. Nach kurzer Zeit erscheint ein anderer Mitarbeiter und überprüft den Zustand des Wohnmobils. Zurück im Container muss ich den Schlüssel abgeben und erhalte ein Zustandsprotokoll, dann verabschiede ich mich von unserem D-Hai und wünsche ihm eine gute Reise. Komisches Gefühl das erste Mal nach einem Jahr ohne unsere Wohnung!
Hermi wartet beim Mietauto. Die Fahrt in die Schweiz kann losgehen. Es ist eine zähe Angelegenheit, immer wieder hemmen grössere Baustellen den Verkehr und Hermi muss abbremsen. Wir fahren 539 km bis nach Darmstadt, südlich von Frankfurt. Hier haben wir uns ein Hotel ausgesucht. An der Rezeption ist niemand, man muss sich selbst an einem Automaten einchecken und bezahlen. Anschliessend erhält man eine Quittung und eine Plastikkarte als Schlüssel. Das Zimmer ist hübsch und grosszügig geschnitten. Zufrieden stellen wir unseren Rucksack ab. Es ist kurz nach 17.00h und herrlich warmes Wetter. Mit Shell an der Leine laufen wir die 1.5km zur Innenstadt. In einem Biergarten im Schlosspark gönnen wir uns ein Bier. Es gibt hier noch sehr hübsche Häuser, nur das Zentrum mit der Einkaufsmeile ist ziemlich gesichtslos. Kein Wunder, die Stadt wurde Ende des zweiten Weltkriegs völlig zerbombt. Am Marktplatz essen wir einen Spargelsalat und geniessen den schönen Abend mit vielen anderen Passanten.

Montag, 22.04.2019
Innen ist nun alles sauber. Wir haben uns beim Campingrestaurant einen Kaffee und ein Gipfeli geholt bevor wir nach Hamburg gefahren sind. Bei einer Waschstrasse unterwegs haben wir schlussendlich auch die Aussenhaut unseres D-Hai noch auf Hochglanz poliert. In Hamburg angekommen konnten wir den Mietwagen abholen, der uns morgen in die Schweiz bringen soll. Wir haben unsere Sachen für die nächsten 3 Wochen in die Rucksäcke gepackt bevor wir auch noch die letzten losen Sachen in den Schränken verstaut haben. Da wir auch das Wasser und Abwasser schon entsorgt haben gehen wir essen. Bei einem Hotel ist eine Gartenwirtschaft, hier geniessen wir ein feines Abendessen bevor wir zurück zum Wohnmobilhafen laufen und noch die letzten Pendenzen erledigen.

Sonntag, 21.04.2019
Haben morgens Bürosachen erledigt und Hermi Nachmittag noch die letzten kleinen Sachen, bevor wir Nachmittags die Sonne endlich geniessen konnten. Ostersonntag und gemütlich J

Samstag, 20.04.2019
Heute ist wieder Waschtag. Wir füllen unsere beiden grossen Rucksäcke und laufen ins Dorf zum Waschsalon. Hier verbringen wir den Morgen, jetzt ist die Wäsche sauber und bereit zum Packen. Hermi widmet sich den Seitenstreifen am D-Hai. Wir haben neue Kunststoffschienen bei Bimobil bestellt, weil die alten durch die Sonne und Schmutz spröde geworden sind. Die Schienen darunter sauber zu bekommen ist eine Sache, viel schlimmer ist es, die neuen Kunststoffbänder wieder zu befestigen. Nach viel geknorze, gestöhne, geschimpfe und Kraftaufwand sind die blöden Dinger Abends endlich wieder an ihrem Platz. Unterdessen steige ich nochmal aufs Dach. Irgendein Vogel hat eine grosse Menge seiner Hinterlassenschaften genau über unserem Fahrzeug entleert. Nachdem wir auch noch die Toilette gesäubert und in einen fast neuen Zustand gebracht haben, setzten wir uns müde auf unsere Stühle und geniessen die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bier.

Freitag, 19.04.2019
Früh aufstehen und dann wird geputzt. Die Sonne lacht wieder und wärmt die Luft. Hermi kümmert sich um die beiden Stauräume in den Schürzen und ich reinige die Dachfenster. Der Fahrerraum kommt später an die Reihe, hier finden sich noch jede Menge Scherben, ein wenig Sand aus Marokko ist auch dabei. Hermi steigt aufs Dach und entfernt dort den Dreck. Zum Schluss bekommt Shell noch ihre Frühlingsfrisur.
Nach diesem Marathonprogramm gönnen wir uns nebenan im Restaurant Krabbe erst mal ein Bier. Es ist noch herrlich an der frischen Luft, deshalb werfen wir den Grill an. Den Abend beschliessen wir mit Fernsehen.

Mittwoch, 17.04.2019
Gleich nach dem Frühstück beginnen wir unser Wohni zu putzen. Wir räumen und säubern jeden einzelnen Schrank. Es wird genau überlegt was weiterhin mitgenommen werden soll. Gegen 14.00h machen wir Schluss, morgen ist auch noch ein Tag. Bei einem Spaziergang erkunden wir den Damm und den Ort Büsum. Hier ist mächtig was los. Wenn hier heute schon so ein Trubel ist, wie sieht das erst an Ostern aus? Egal, wir müssen uns ja dann nicht ins Getümmel stürzen. Heute strahlt die Sonne wieder vom wolkenlosen Himmel und am späteren Nachmittag wird die Luft auch langsam wärmer, der kühle Wind lässt nach. Wir setzen uns auf die Terrasse eines Restaurants und geniessen ein Glas Wein. Nach dem Abendessen gehen wir früh schlafen.

Dienstag, 16.04.2019
Heute ist Waschtag! Alle Textilien ausser unseren Kleidern waschen wir in einem Waschsalon in der Innenstadt. Während die Maschinen laufen entstauben wir unser Bett. Unter der Froli-Untermatraze sammelt sich immer endlos viel Staub. Nachdem gegen 11.00h alles sauber und wieder trocken ist, fahren wir weiter zum Ärztezentrum. Wir haben uns für eine Zahnreinigung angemeldet. Nach 45 Minuten haben wir unser strahlend weisses Lächeln zurück. Nächster Punkt, neues Spielzeug für Hermann kaufen, er braucht noch eine Schlagbohrmaschine. Wir finden auch noch neue Schlösser für unsere Türen. Nun haben wir auch innen an den Türen ein Schloss und keinen Riegel mehr. So haben es Diebe schwerer, ihr Diebesgut nach draussen zu bringen, weil sie die Türen von innen nicht mehr öffnen können. Der nächste Termin steht an, Shell muss zum Tierarzt. Sie braucht für die Einreise nach Kanada ein Gesundheitszeugnis und ein paar Medikamente. Kurz nach 16.00h sind wir fertig und fahren Richtung Norden bis ans Wattenmeer. In Büsum bekommen wir auf dem Camping Nordsee noch einen schönen Platz zugeteilt. Zufrieden geniessen wir den Abend.

Montag, 15.04.2019
Um kurz vor 7.00h stehen wir auf. Wir müssen um 9.00h bei der Firma Kerkamm Camping sein um ein paar Arbeiten an der Kabine erledigen zu lassen. Die Herren sind etwas unter Stress, es sind 2 von 3 Monteuren erkrankt, deshalb sind sie nicht in der Lage auf einige unserer zusätzlichen Wünsche einzugehen. Der Vorteil ist, unser Fahrzeug wird schon heute Nachmittag fertig werden. Im angegliederten Geschäft suchen wir uns all die Dinge zusammen die wir uns noch aufgeschrieben haben.
Mein Telefon klingelt, dran ist M-Budget, der Herr meint, M-Budget trifft keine Schuld bei den Unterbrüchen und wird deshalb keine Vergütung übernehmen. Ich sage dem Herrn meine Meinung zum Kundendienst und das ja ich wohl nicht an den Unterbrüchen schuld bin. Er wird den Sachverhalt nochmal mit seiner Abteilung besprechen. Irgendwie habe ich das Gefühl ich bin im falschen Film.
Die Wartezeit bis zum Nachmittag verbringen wir bei zwei Handwerkerläden. Da heute die Sonne scheint und der Frühling zurück ist, machen wir eine Mittagspause in einem Gartenrestaurant. Kurz nach 15.00h klingelt das Telefon, unser Wohni ist fertig. Wir bekommen noch ein paar Tipps vom Fachmann betreffend Austausch von Fliegengittern an den Fenstern und Feuchtigkeit im Stauraum, dann fahren wir zurück in die Innenstadt. Die erstandenen Sachen verstauen wir provisorisch, bevor wir kochen und müde ins Bett fallen.

Sonntag, 14.04.2019
Grau, windig, feucht und kalt, man wagt sich kaum nach draussen. Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg nach Elmshorn. Im Sonntagsverkehr kommen wir gut durch die Stadt. Wir stellen unser D-Hai auf einen kostenlosen Stellplatz am Nordufer der Krückau. Trotz schlechtem Wetter schlendern wir kurz durch die menschenleere Innenstadt, die nicht gerade eine Schönheit ist. In der Nähe des Bahnhofs machen wir einen Stopp bei einem netten italienischen Restaurant bevor wir uns ins warme D-Hai flüchten. Das Wetter ist gerade richtig um mich in die neuen Reiseführer zu vertiefen. Bei der Lektüre steigt die Vorfreude auf Kanada. Die Stunden verfliegen, wir gehen früh schlafen.

Samstag, 13.04.2019
Lange ausgeschlafen, das Wetter ist recht mies. Hermann hat Fotos von Schneeflocken gemacht. Wir erledigen Pendenzen, die wir für Hamburg und die Schweiz noch vor uns haben. Gegen Mittag nutzen wir eine Aufhellung und laufen nach Steinkirchen um in einem Supermarkt noch ein paar Vorräte einzukaufen. Bevor wir auf dem Uferdamm der Lühe zurück zum Stellplatz laufen, gönnen wir in einem hübschen Gasthof ein Bier. Es gibt hier im „alten Land“ wunderschöne Häuser aus rotem Backstein und Fachwerk. Rundum blühen die Obstbäume trotz den kalten Temperaturen und dem Wind. Wie es der April so mit sich bringt scheint zwischen Schnee- und Regenschauern auch immer mal wieder die Sonne. Zurück beim D-Hai geniessen wir eine heisse Dusche und wärmen uns auf bevor wir im netten Gasthaus zu Abend essen.

Freitag, 12.04.2019
Trotz der zentralen Lage war es heute Nacht recht ruhig. Der Tag beginnt kalt und windig aber es fällt kein Regen, schon mal gut. Neben uns steht ein Schweizer Wohnmobil. Hermi klopft und bleibt drüben hängen. Das Paar aus der Innerschweiz hat schon viele Reisen unternommen und entsprechend viel erlebt. Man könnte wieder mal endlos erzählen. Sie sind nun auf dem Weg zu ihrem nächsten Abenteuer. Nachdem wir uns losgeeist haben laufen wir in die Innenstadt. Ich möchte mir noch Reiseführer kaufen. Wir erstehen einen ganzen Stapel und zotteln dann zu einem Schnellimbiss am Jungfernstieg der frische Wraps verkauft. Nachdem wir uns gestärkt haben geht’s zurück zum D-Hai. Wir werden das Wochenende ausserhalb von der Stadt an der Elbe Richtung Norden verbringen. Es sind nur gut 30 km vorbei am Hafen und ins „alte Land“. Wir kommen vorbei am Schuppen 48 in dem wir in zehn Tagen unser Wohni für die Verschiffung abgeben müssen, schön, nun wissen wir schon den Weg. Hier auf dem Land und trotzdem nahe der Stadt blühen schon überall die Fruchtbäume trotz dem kalten Wetter. Bei einem Gasthof ist ein hübscher kleiner Stellplatz mit viel Grün und nahe zum Elbdeich. Nachdem wir uns eingerichtet haben spazieren wir zum Fähranleger vor, schnell wird es uns aber zu kalt. In der Luft sind sogar ein paar Schneeflocken zu sehen. Wir werfen im Wohni die Heizung an und ich kläre über Skype kurz die grössere Box für den Flug mit Condor und die Mitnahme von Shell im Mietwagen in Kanada ab. Alles konnte zu unserer Zufriedenheit gelöst werden. Nun geniessen wir den Abend mit Gratis-Wlan und verschiedenen Filmen.

Donnerstag, 11.04.2019
Die Sonne scheint, wir sind früh auf und um 8.00h bereit zur Abfahrt. Wir haben noch ein Problem beim Iveco festgestellt. Das möchten wir in Hamburg in der Garage gerne abklären lassen. Deshalb haben wir uns entschlossen, heute die fast 600 km in einem Strich durchzufahren. Wir fahren im Morgenverkehr aus Antwerpen hinaus, nach ca. 60 km passieren wir die Grenze zur Niederlande. Hier ist der Verkehr auch dicht, lockert sich aber, sobald wir durch Friesland fahren. Nach der deutschen Grenze wird die Autobahn zur Bundesstrasse. Erst nach Cloppenburg kommen wir auf der A1 wieder schneller voran. Bei Bremen erwischt uns nochmal ein Stau, dann kommen wir bis Hamburg zügig durch. Um 16.30h sprechen wir bei Iveco Hamburg vor. Der Mechaniker schaut sich das Problem an, kann uns aber beruhigen. Es muss nichts repariert werden. Zufrieden fahren wir auf einen Stellplatz nicht weit von der Innenstadt entfernt. Shell bekommt einen Spaziergang und wir ein Bier, bevor wir zurück zum D-Hai gehen und den Abend im Wohni verbringen.