Freitag, 08.11.2019
Nachts war es noch schwülwarm, jetzt ist es bewölkt und fängt leicht an zu regnen. Wir haben uns für heute verschiedenes vorgenommen, da stört schlechtes Wetter wenig. Erstmal geht’s zum Wocheneinkauf, nach einer Stunde ist das abgehakt. Nächster Punkt auf unserem Tagesprogramm ist Wäsche waschen. Wir haben mal wieder alle Überzüge gewaschen und auch die Bettwäsche ist jetzt wieder sauber und duftet frisch. Unser D-Hai hat auch eine Wäsche zu gut. Wir haben einen Platz gefunden wo wir endlich mal knapp reinpassen. Nun glänzt das Wohni wieder innen und aussen. Zurück auf dem Camping räumen wir alles wieder ein. So schnell ist so ein Tag vergangen. Gut müssen wir nicht mehr arbeiten sonst wäre das ein verschwendeter Tag, grins.

Donnerstag, 07.11.2019
Um 10.00h sind wir am Eingang und lassen uns auf eine Liste setzen. Vielleicht bekommen wir so noch einen Platz bis am Sonntag. Es ist schon richtig warm als wir uns anschliessend auf den Weg ins älteste Städtchen von Nordamerika aufmachen. Wir bekommen einen guten Parkplatz ganz nah zur Altstadt. 3 Std. kosten 7.50$. Das ist doch OK. Man merkt es ist Low Saison. Es sind wenige Menschen unterwegs die sich die schönen Gebäude, vornehmlich spanische Architektur, ansehen. Darunter sind zwei grosse Komplexe, das Lightner Museum verfügt über einen wunderschönen Innenhof, gegenüber das ehemalige Flagler Hotel ist heute ein College. Einige Strassen weiter wurde eine ca. 500m lange Fussgängerzone errichtet, an der X Restaurants und viele Shops angesiedelt sind. Man wähnt sich wirklich fast in good old Europe. Wir kehren in einem netten Lokal ein, wo man draussen im Garten sitzen kann und löschen unseren Durst und Hunger. Am Matanzas River liegt das alte Fort und von hier gehen auch Ausflugsboote ab die das St. Augustine Inlet erkunden. Bei der Rückkehr zum D-Hai entdecken wir im Wasser einen weissen Reiher und eine Wasserschildkröte. Um 13.00h sind wir zurück beim State Park. State Park Eingang läuft uns eine Landschildkröte über den Weg und wie gestern ist sie blitzschnell wieder im Busch verschwunden. Wir haben Glück, wir bekommen eine Campsite und dürfen bis zum Sonntag stehen bleiben. Der Platz ist am anderen Ende des Park aber er liegt genau so schön mitten zwischen Palmen, Eichen und ganz viel Spanisch Moos. Im Laufe des Nachmittags wird es etwas kühler und so können wir wunderbar im Schatten entspannen. Zum Abendessen gibt es nicht mehr viel. Wir haben uns schon heute Mittag den Bauch mit Salat und Chips vollgeschlagen.

Mittwoch, 06.11.2019
Nach einer warmen Nacht sind wir um 7 Uhr wach. Die Zeitumstellung lässt sich noch spüren. Schön, wir sind schon um 10 Uhr abfahrtsbereit. Wir fahren durch den wunderschönen Küstenwald zurück zum Eingang des State Parks. Hier wenden wir uns rechts und durchfahren zuerst das hübsche Städtchen Fernandina. Ausgestiegen sind wir nicht. Heute nehmen wir die A1A, die Küstenstrasse unter die Räder und fahren weiter nach Süden. Teilweise ist es städtisch, dann wieder kommen wir an Stränden vorbei die von kleinen und grossen Häusern gesäumt sind. Hier sieht man nun zum ersten Mal die Residenzen, die in Florida so häufig sein sollen. Bei Jacksonville überqueren wir den St. Johns River auf einer Fähre. Kurz darauf kommen wir durch eine Gegend die von Villen gesäumt ist. Hier wohnen eindeutig die Reichen und … weiss ich nicht ob die auch schön sind. Wer kennt das Hurdner Wäldli? So muss man es sich vorstellen, nur mindestens 100 Mal grösser. Langweilig wird es uns heute nicht. Immer wieder gibt es etwas Neues zu bestaunen. Unsere erste Schlange auf dem amerikanischen Kontinent, die unser D-Hai hoffentlich nicht totgefahren hat, war auch dabei. Zum Schluss fahren wir in St. Augustine ein und gewinnen einen ersten Eindruck von dem, allerdings sehr touristischen, Städtchen. Im Anastasia State Park gleich nebenan buchen wir uns auf dem Campground ein. Leider haben sie erstmal nur Platz für 2 Nächte. Wir sollen aber Morgen wieder kommen, wir werden auf eine Liste gesetzt und haben eventuell Chancen auf weitere Übernachtungen. Es ist herrlich warm geworden, Wetter für kurze Hosen. Draussen raschelt es im Gehölz das uns umgibt. Ein Waschbär möchte uns guten Tag sagen. Er ist gar nicht scheu, schnell verscheucht Hermi ihn. Wir machen einen Erkundungsspaziergang und entdecken am Strassenrand eine recht grosse Schildkröte, die sich aber blitzschnell in ein Loch verzieht. Ich wusste gar nicht, dass die so schnell sein können. Heute kochen wir draussen und geniessen einen friedlichen Abend.

Dienstag, 05.11.2019
Nachts hat es geregnet aber jetzt ist es nur noch bewölkt. Es ist angenehm warm. Gegen Mittag spazieren wir Richtung Fernandina. Wir gehen eine kleine Strasse, die als Inlineskating Strecke angegeben ist. Am Ende, nach einem Kilometer, erwartet uns ein geschlossenes Tor. Während wir noch überlegen was wir machen sollen, kommen von hinten zwei Autos angefahren. Das Tor öffnet sich und wir huschen schnell mit nach draussen. Nachdem das Tor wieder zu ist überlegen wir. Es war wohl nicht sehr schlau. Der offizielle Eingang des State Parks ist 5km entfernt und von dort sind es nochmal 5km bis zum Campground. Hoffentlich kommt bei unserer Rückkehr auch gleich ein Fahrzeug, mit dem wir das Tor passieren können. Egal, schon passiert. Wir spazieren ein Stück vor bis zu den ersten Häusern. Hier entsteht ein hübsches Quartier mit schönen Einfamilienhäusern im alten Stil. Nachdem wir uns auf einer Bank am Fluss ein wenig ausgeruht haben, nehmen wir den Rückweg unter die Füsse. Wir gehen zurück bis zum Tor und dann weiter bis zu einer Bootsrampe am Fluss. Wir haben Glück! Wir können am Strand problemlos bis zum Camping zurückgehen. Nachmittags erledigen wir ein paar Haushaltsarbeiten und geniessen dann den Rest des Nachmittags bei einem guten Buch.

Montag, 04.11.2019
Wir haben gut geschlafen und sind um 7.00h wach. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von den Schweizern und fahren dann los. Es sind etwas mehr als 200 km bis zum heutigen Ziel. Wir fahren diese auf der Interstate 95 und verlassen sie erst kurz nach der Grenze zu Florida. Heute ist die Temparatur schnell auf 25°C angestiegen. Es ist aber nicht mehr so schwül wie vor einer Woche. Morgens hat noch die Sonne gelacht aber inzwischen verdunkeln graue Wolken den Himmel. Die Fahrt ist eher langweilig, nur ab und an können wir einen Blick auf die Sumpflandschaften und Flüsse werfen, die hier die Gegend beherrschen. Nachdem wir den St. Marys River und die Grenze zu Florida überquert haben, biegen wir ab und fahren nach Amelia Island. Hier gibt es an der Nordspitze den Fort Clinch State Park. Heute sind wir diejenigen mit Glück und ergattern den letzten Platz. Nach der Registrierung fahren wir noch gut 5 km durch einen Küstenwald und richten uns dann auf unserem Platz ein. Die Nordspitze von Amelia Island wird im Osten vom Atlantik und im Norden und Westen vom Cumberlandsound begrenzt. Dieses Gebiet erkunden wir bei einem schönen Spaziergang. Das Fort, nach dem der State Park benannt ist, interessiert uns nicht besonders aber im Visitors-Center kaufen wir uns ein Eis. Damit setzen wir uns gemütlich auf ein Bänkchen und geniessen die Aussicht auf den Sound und die Pelikane, die zu dutzenden vorbei ziehen. Nun sitzen wir draussen vor dem Wohni und geniessen die Ruhe, nur unterbrochen von der Klimaanlage unseres Nachbarn. Eine ältere Dame kommt vorbei und fängt ein Gespräch an, sie hat viel Witz und wir lachen uns fast kaputt über ihre diversen Bemerkungen. Für andere Passanten erzählen wir unsere Geschichte ein, zwei…. Mal.

Sonntag, 03.11.2019
Es wurde spät, zum Glück hat heute die Winterzeit angefangen und so wurde uns eine Stunde Schlaf geschenkt. Die Sonne lacht aber es ist kühl und es geht ein leichter Wind. Wir verbringen den Morgen mit frühstücken und lesen bevor wir kurz vor Mittag in die Stadt fahren. Wir parken beim Visitors Center und haben Glück, am Sonntag ist es kostenlos, wochentags bezahlt man pauschal 20$. Wir gehen die übliche Touristenrunde und bekommen schöne Häuser mit verschiedenen Stilrichtungen zu sehen. Savannah ist städtischer als Charleston. Es ist gespickt mit hübschen Parks und hat am Fluss einen schönen Quai. Das Stadtzentrum ist auch hier eher klein und lässt sich zu Fuss sehr gut erkunden. Da wir wie immer keine Museen besuchen, sind wir nach gut 2 Stunden zufrieden mit dem Gesehenen und ruhen uns bei einem Bier und etwas zu Essen aus. Hermi lässt sich eine Bratwurst schmecken, ich probiere einen Hamburger. Gut war es und günstig. Zufrieden mit dem Sightseeing fahren wir zurück zum Camping und geniessen noch ein Weilchen draussen die Sonne, bevor uns die kühleren Temparaturen ins Innere des D-Hai jagen. Wir sechs Schweizer wollten uns eigentlich heute Abend nochmal treffen aber wir sind alle müde von den Eindrücken und gehen früh ins Bett.

Samstag, 02.11.2019
Habe mal wieder schlecht geschlafen. Walmart bekommt mir nicht so, es war super ruhig und angenehm und trotzdem habe ich immer wieder gelauscht ob alles ok ist. Gegen 8.00h sind wir wach, frühstücken und fahren weiter nach Savannah. Es ist eine nicht so spannende Strecke. Nur ab und zu kommen wir über einen Fluss und können die Sumpflandschaft mit den grossen Wasserwegen bewundern. Nach 60km überqueren wir auf der Brücke über den Little Back River die Grenze zu Georgia. Den Savannah River überspannt wieder eine schöne Hängebrücke. Kurz darauf sind wir in Downtown. Die Stadt beherbergt heute einen Laufevent und entsprechend viele Leute sieht man unterwegs. Wir müssen deshalb auch ein paar Umwege fahren bis wir endlich unser heutiges Ziel, den Skidaway Island State Park erreichen. Obwohl ich im Internet geschaut habe, es gibt leider keinen freien Platz mehr für uns. Kurzerhand rufe ich bei einem Campingplatz näher der Stadt zu an und erhalte die Zusage für eine Site. Nach einer halben Stunde kommen wir an und werden nett begrüsst. Auf dem Platz auf dem wir uns aufstellen dürfen steht ein Wohnmobil aus dem Tessin. Wir begrüssen das Paar, sie sprechen schweizerdeutsch, so schön! Nachdem wir uns bekannt gemacht haben kommen wir ins Plaudern. Nach weiteren 2 Stunden trifft noch ein schweizer Wohnmobil ein, es sind Freunde von dem Paar aus dem Tessin. Wir verbringen einen herrlich vergnügten Nachmittag zu sechst und tauschen Erfahrungen und lustige Geschichten aus. Es kann spät werden!

Freitag, 01.11.2019
Ausser ein paar Donnerschlägen entfernt von uns hat das Unwetter uns nicht betroffen, nur die Temparaturen sind wie vorhergesagt auf 9°C am Morgen gefallen. Die Luft ist jetzt auch wieder trocken. Wir trödeln und fahren erst nach 11.00h los nach Beaufort. Wir hätten gerne an der Küste im Hunting Island State Park das Wochenende verbracht aber sie haben leider keinen Platz mehr. Zurück in Beaufort besichtigen wir das hübsche Städtchen mit seinen wunderschönen Südstaaten Häusern unter moosbedeckten Bäumen. Anschliessend geht’s für eine Nacht auf den Parkplatz beim Walmart.

Donnerstag, 31.10.2019 Halloween!
Es war drückend warm heute Nacht. Von Abkühlung keine Spur. Den Morgen verbringen wir gemütlich im Wohni. Gegen Mittag machen wir einen Spaziergang zur Beach. Das Wasser des Atlantiks ist hier noch angenehm warm und läd zum Baden ein. Mich, Hermi nicht, grins. Ich habe aber meinen Badeanzug nicht dabei und wate deshalb mit Shell leider nur durch die seichten Wellen. Uns lockt ein Restaurant, das eine Terasse direkt über dem Strand hat. Hier darf auch Shell mit und so geniessen wir es im Wind und der Sonne zu sitzen un der Brandung zuzuhören. Wir beobachten Wattvögel, die in den zurückweichenden Wellen ihre Nahrung suchen und Pelikane die am Himmel in Formation über uns hinweg ziehen. Mit dem Wind sind auch die Temparaturen herrlich. Vor dem Rückweg kaufen wir in einem Supermarkt noch schnell ein paar Süssigkeiten falls sich heute Abend irgendwelche Kinder zu uns verirren. Zurück auf dem Camping setzen wir uns in den Schatten der Palmen und lesen. Hermi hat wieder ein Feuer gemacht und nun verbringen wir den Abend nochmal draussen. Mal sehen, morgen sollen die Temparaturen nun endgültig fallen. Unsere Nachbarn, sie kommen aus Savannah, warten schon sehnsüchtig darauf. Es dauert allerdings nicht lange und am Himmel beginnt ein Blitzspektakel. Da wir mitten zwischen Bäumen stehen kann mal leider nicht genau ausmachen wo es überall Gewittert aber es scheint als ob es rund um uns Unwetter gibt aber über uns leuchten noch die Sterne. Von Halloween haben wir hier nichts mitbekommen.

Mittwoch, 30.10.2019
Geregnet hat es nicht aber es war wieder sehr feucht und warm, eine weitere Tropennacht. Nach dem Frühstück machen wir uns bereit zur Abfahrt. Auf dem Platz stand auch ein Pärchen aus England/Niederlande. Mit den beiden haben wir uns noch eine Weile unterhalten bevor wir endgültig losgefahren sind. Zuerst sind wir zum Fort Moultrie gefahren. Besichtigt haben wir es nicht, da wir uns das Navy-Museum mit dem Flugzeugträger USS Yorktown anschauen möchten. Der Eintritt kostet mit 24$ pro Person nicht übermässig viel. Weitere Exponate sind ein Zerstörer, ein U-Boot und eine Ausstellung zum Krieg in Vietnam. Alle Ausstellungen waren sehr interessant anzusehen. Mit Self-Guide-Touren und einigen wenigen Veteranen, die Erklärungen geben und Fragen beantworten, bekommt man eine sehr gute Übersicht. Vor allem der Flugzeugträger, der wie ein kleines Dorf mit allem drum und ausgerüstet ist, hat uns fasziniert. Man konnte die Manschaftsräume, eng, die Küche, die Bäckerei, das Hospital und so weiter bestaunen. Ebenso interessant waren die Flugzeuggarage, riesig, und das Flugzeugdeck. Im U-Boot hat mir die Enge zugesetzt und auch der Zerstörer war nicht eben weitläufig. Die Crew dieser Schiffe hat nicht gerade im Luxus gelebt.
Unser D-Hai hat anschliessend die 80 km bis zum Edisto Beach und State Park unter die Räder genommen. Es ging durch eine Landschaft die in den Sümpfen liegt. Die Strasse führt durch Steineichenwälder mit riesigen Bäumen. Es fühlt sich fast an wie wenn man durch einen Tunnel fährt. Hier leben viele Nachfahren der Sklaven, sie haben sich ihre eigene Kultur aus Afrika erhalten, man nennt sie Gullahs.
Edisto Beach selber ist eine Ansammlung von Ferienhäusern die direkt an einem Strand stehen. Hier in der Gegend sehen wir zum erstenmal wieder Häuser die auf Stelzen gebaut sind und werden dadurch stark an Queensland in Australien erinnert. Wir stehen nun auf einer schönen Site mitten in Palmen und Eichen. Hermi backt Pizza und macht ein Feuer. Ich erledige das Büro. Wir sind gespannt, morgen soll von Norden her arktische Kälte bis zu uns in den Süden ziehen und uns Temperaturen um 17° bescheren. Grässlich, deshalb setzten wir uns heute Abend nochmal ans Feuer und geniessen diesen Abend.

Dienstag, 29.10.2019
Ein bewölkter Tag bei 23°C beim Aufstehen. Hermi gratuliert mir zum Geburtstag, danke mein Schatz! Nach dem Frühstück sehe ich mir die eingegangene Post an und freue mich über die vielen Glückwünsche. Herzlichen Dank an alle die an mich gedacht haben. Es ist schön so viele Freunde zu haben die auch dann an einen denken, wenn man weit weg ist. Gegen Mittag fahren wir los. Wir wollen am Ashley River eine der berühmten Südstaaten Plantagen besichtigen. Entschieden haben wir uns für die Magnolia Plantage. Sie zeigt neben dem Haupthaus und einem riesigen Garten auch die Sklavenquartiere. Es ist zu dieser Jahreszeit nicht so viel los. Zudem haben wir Glück, die Führung zu den Sklavenquartieren startet gerade. Wir schliessen uns an und werden während einer knappen Stunde über die Geschichte der afrikanischen Menschen auf den Plantagen sehr gut informiert. Unser Führer ist ein schwarzer Nachfahre und erzählt sehr engagiert und gut die Geschichten seiner Vorfahren. Die Leute auf unserer Tour sind sehr interessiert und stellen viele Fragen. Wir sind erstaunt wie wenig die weissen Amerikaner über die Zeit und die Umstände der Sklaverei Bescheid wissen. Nachdem die Tour zu Ende ist spazieren wir durch die Gärten. Sie sind zu dieser Jahreszeit aber eher traurig anzusehen. Die Führung im Haupthaus haben wir auch nicht mitgemacht, da das Haus wärend dem Krieg und einem Erdbeben bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Wir werden uns an einem anderen Ort ein Originalhaus ansehen, Gelegenheiten gibt es in Georgia oder Missisipi sicher genug. Nachmittags durfte sich Shell auf dem Hundeplatz austoben. Nun sitzen wir gemütlich im D-Hai und warten bis die Kartoffeln gar sind. Es gibt ein Raclette. Leider können wir nicht draussen kochen, da es wahrscheinlich demnächst anfängt zu regnen.

Montag, 28.10.2019
Nach einer warmen Nacht begrüsst uns ein knutschblauer Himmel. Wir frühstücken und lassen dann als erstes unsere Gasflasche auffüllen, zudem verlängern wir unseren Aufenthalt hier auf dem Camping um zwei Nächte und fahren dann nach Downtown. Die Stadterwaltung hat sich hier mal etwas Schlaues überlegt. Nicht weit vom Informationszentrum gibt es eine Garage, die im Parterre hoch genug ist, damit auch Wohnmobile parken können. Der Preis ist mit 2$ pro Stunde angemessen. Wir ergattern einen Platz und starten zu unserer Erkundungstour. Durch die Kingsstreet schlendern wir runter bis zur Spitze der Insel und dann entlang dem Ufer wieder zurück. Der Ruf der Charleston vorauseilt hat sich bestätigt. Es ist wunderschön. An der Einkaufsstrasse gibt es viele kleine Läden und Boutiqen und in den Wohnquartieren steht ein tolles Südstaatenhaus neben dem anderen. Vom Ufer aus kann man Fort Sumter sehen wo damals der Krieg zwischen dem Süden und dem Norden begonnen hat. Nach 2 ½ Stunden Sightseeing sind wir müde und durstig und suchen uns eine Kneipe wo wir draussen sitzen können. Nachdem wir uns mit einem erfrischenden Salat und einem Wrap gestärkt haben fahren wir zurück zum Camping. Da es noch so warm ist verpasse ich Shell einen kurzen Haarschnitt und Hermi repariert einige Dinge am Wohni, Reisealltag eben. Trotz der Mücken setzen wir uns in der Dämmerung ans Feuer und geniessen einen gemütlichen Abend.Unser Waschbär kommt kurz vorbei und ist schnell wieder verschwunden.

Sonntag, 27.10.2019
Heute Nacht war es recht laut. Nebenan ist ein Hospital, man hat das Martinshorn sehr häufig gehört. Nachts hat es weiter geregnet und auch beim Frühstück kommt immer wieder ein Schauer herunter. Dann klart es langsam auf. Heutiges Ziel ist Charleston, es sind 200 km auf der Interstate 26 die wir nach gut 3 Stunden problemlos bewältigt haben. Rund um die Stadt war der Verkehr recht heftig aber die Innenstadt lag ruhig da. Über eine Brücke sind wir zur James Island gefahren, wo es einen schönen County Park mit Camping gibt. Wir ergattern ein Plätzchen, stöhnen aber über den hohen Preis. Egal, es gefällt uns hier und so buchen wir mal für eine Nacht. Morgen sehen wir weiter. Rund um uns gibt es jetzt Palmen und die Luft ist warm und feucht, wir hatten heute 27°C. Nachdem wir uns eingerichtet haben kommt ein Gewitter und treibt uns ins Innere. Nach einer viertel Stunde ist der Spuk vorbei und wir können zu einem Spaziergang mit Shell aufbrechen. Es gibt einen Hundepark mit Seeanstoss. Shell ist begeistert und rennt wie ein junger Hund mit den Kollegen durch die Gegend. Nach einem Bad wälzt sie sich glücklich auf dem Rasen um ihr Fell zu trocknen. Um uns herum bereiten sich die Leute langsam auf Weihnachten vor, dabei ist noch nicht mal Halloween und Thanksgiving vorbei, nerv. Im ganzen Park wurden Lichtinstallationen aufgebaut, ab nächster Woche ist dann Lichterfest mit Santa Claus und Co.  Wärend ich schreibe und die Homepage aktualisiere kocht Hermi. Nach einer Weile flucht er, das Gas ist ausgegangen. Zum Glück kann man hier Gas füllen. Er kommt wieder, leider nur von 9am to 5pm. Er kauft Holz und so gibt es heute Hamburger vom Holzfeuer. Wunderbar, bis auf die blöden Mücken :-(( . Am späteren Abend besucht uns kurz ein Waschbär, er sucht wohl nach Futter aber als Hermi ihn mit der Taschenlampe beleuchtet verzieht er sich schnell wieder. Endlich habe ich mal einen lebenden Waschbären gesehen! Ich finde diese Tierchen so niedlich, bis jetzt haben wir nur tote Tiere an der Strasse liegen sehen.

Samstag, 26.10.2019
Es war warm heute Nacht, haben trotzdem gut geschlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück erledigen wir die restlichen Arbeiten von gestern. Es gibt noch allerlei zu tun. Leider finden wir den Fehler beim Auto trotz guter Tipps von unseren Freunden und unserer Heimgarage nicht. Da der Motor aber fleissig surrt und auch die Warnlampe wieder ausgegangen ist fahren wir weiter. Zuerst gehts in die Stadt. Downtown sieht recht hübsch aus und am Fluss wurden schöne Spazierwege gebaut. Leider beginnt es aber zu Regnen, deshalb geht es weiter Richtung Süden. Die Interstate 385 und der HW 26 tragen uns schnell und ohne viel Verkehr bis nach Irmo, das liegt kurz vor Columbia. Wir füllen im Walmart unsere Vorräte für die nächste Woche auf und fahren dann noch bis zum Cracker Barrel, einem Restaurant das Overnight Parking erlaubt. Zur Sicherheit fragen wir aber kurz im Restaurant. Wir dürfen, also gehen wir natürlich Essen. Die Speisen sind leider nicht so der Hit. Unser Rib-Eye Steak war durchgebraten und der Salat wurde mit Käse und Speck bereichert. Nicht so schlimm, der Hunger treibts runter. Zurück beim Wohni lüften wir erst mal, es war heute zeitweise 28°C warm bei bedecktem Himmel. Kaum sitzen wir in unserer gemütlichen Ecke fängt es wieder an zu Regnen. Dachfenster und Türe zu aber nun kühlt es auch den Innenraum ein wenig. Gemütlich ist es wenn es aufs Dach rieselt und man ein gutes Buch vor der Nase hat.

Freitag, 25.10.2019
Bei einem bewölkten Himmel ist es im Wohni um 8.00h noch fast dunkel. Nach dem Frühstück leeren wir unsere Toilette, wir haben entdeckt, wir haben Viecher drin. Nach einer Stunde ist das Problem behoben. Zwecks Trocknung nehmen wir die Teile aber zerlegt mit. Wir haben uns heute eine etwas längere Strecke vorgenommen. Erst geht es auf kleiner Strasse durch Wald bis zum Abzweiger nach Cherokee dann folgt eine gut ausgebaute grosse Landstrasse. Bei Silva verlassen wir diese um uns wiederum über eine Bergkette zu schrauben. Es ist hier alles sehr ländlich mit teilweise uralten Gebäuden, die aussehen als ob sie schon im 18. Jahrhundert gebaut wurden. Etwas später fahren wir einem Stausee entlang, seine Ufer sind gespickt mit kleinen und grossen Villen. Einige Kilometer weiter kommen wir an einer Reihe von Golfplätzen vorbei. Zum Schluss biegen wir wieder nach Süden ab und folgen einer kleineren Strasse bis wir auf die Grenze von South Carolina treffen. Kurz darauf müssen wir an einer Baustelle einen Moment warten. Als wir weiter fahren hören wir plötzlich ein Zischen und es fängt an zu stinken. Das kommt von unserem Iveco! Wir stoppen und öffnen die Motorhaube. Gelbliche Flüssigkeit ist, wahrscheinlich durch Überdruck,  an die Motorhaube gespritzt, woher können wir nicht orten. Nachdem wir nichts finden steigen wir wieder ein. Der Motor läuft noch wie am Schnürchen nur eine Warnlampe, die EDC, leuchtet rot. Wir machen uns im Handbuch schlau. Wir können weiterfahren, sollen aber baldmöglichst eine Iveco Werkstatt aufsuchen. Die Fahrt geht also erstmal weiter, bis Greenville und nicht zum nächsten State Park. Hier gibt es einen Campingplatz der uns aufnimmt. Hermi schliesst das Diagnosegerät an, kann aber keine Verbindung mit unserem Fahrzeug herstellen. Die gute Nachricht, die EDC Warnlampe ist wieder aus. Wir werden mal die Iveco Community anfragen ob jemand helfen kann.Hier gibt es gutes Wlan, der Nachmittag und Abend sind somit gefüllt mit Arbeiten.